Schiffbau

Auftragsflaute bei der Lindenau-Werft

Kiel. Der Kieler Lindenau-Werft gehen die Aufträge aus. Zum Jahresende 2009 wurde noch an einem Schwimmdock für die Marine gearbeitet, dazu kamen kleinere Reparaturen, sagte Werftgeschäftsführer Dieter Kühne am Freitag. Im Januar hätten die Löhne vorübergehend nicht gezahlt werden können. Trotz der schwierigen Lage sei aber keiner der 279 Mitarbeiter entlassen worden.

Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 73 Millionen Euro - nach noch 105 Millionen Euro im Vorjahr. Der Schiffbauer hatte im Herbst 2008 wegen erheblicher Finanzierungsprobleme Insolvenzantrag gestellt, wurde aber danach weitergeführt. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Situation wird der Bereich Forschung und Entwicklung nur eingeschränkt weitergeführt, sagte Kühne. Laufende Innovationsverfahren seien abgeschlossen, aber keine neuen beantragt worden.

Im Juli lieferte die Werft mit der rund 200 Meter langen "Seapike" den größten jemals in Deutschland gebauten Doppelhüllenproduktentanker ab. Produktentanker können in mehreren getrennten Tanks unterschiedliche Ölprodukte oder Chemikalien gleichzeitig transportieren. Mit dem Küstentanker "Seychelles Paradise" übergab Lindenau im Oktober ihren vorerst letzten Schiffsneubau. Künftig will die Werft auch Container bauen.