Schiffbau

Meyer Werft dockt die siebte "Aida" aus

Es ist mal wieder soweit. Nach zwölf Monaten Bauzeit verlässt heute das neueste Schiff der Reederei Aida Cruises die Schiffbauhalle der Meyer Werft in Papenburg. Im Hafenbereich sind anschließend Tests an den Rettungsbooten und den Stabilisatoren des Kreuzfahrtschiffs geplant.

Noch wird am Innenausbau gearbeitet. Am ersten Tag nach den Betriebsferien gingen gestern mehrere Hundert Beschäftigte an Bord, um etwa Restaurants und die Wellnessbereiche weiter auszustatten. Erwartet werden auch noch Mobiliar, Sportgeräte und Pflanzen, die an Bord aufgestellt werden sollen.

Vom 16. bis 17. Januar soll die "Aidablu" die Ems hinab von Papenburg nach Emden fahren. "Wir haben das Wochenende ausgewählt, um die Schifffahrt auf dem Fluss möglichst wenig zu behindern", sagte Werftsprecher Peter Hackmann dem Abendblatt. Für die Überführung wird das Emssperrwerk geschlossen. Allerdings wird es vom Eisgang und vom Wind abhängen, ob der Termin für die Passage eingehalten werden kann.

Die "Aidablu" ist das siebte Schiff der Flotte und der vierte von sechs Neubauten, die auf der Meyer Werft für die Rostocker Reederei gebaut werden. An die Überführung soll sich vom 19. Januar an eine Probefahrt auf der Nordsee mit Kurs Richtung Oslo anschließen. Am 9. Februar wird die Designerin Jette Joop das Schiff in Hamburg taufen.

Die Zahl der Kabinen wurde gegenüber den zuvor bei Meyer gebauten Schiffen noch einmal von 1025 auf 1096 erhöht. Der Preis der "Aidablu" liegt bei 352 Millionen Euro.