Urteil

330 Millionen Euro Strafe für Zementkartell

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat gegen fünf Zementkonzerne wegen der Bildung eines Kartells Geldstrafen über insgesamt 330 Millionen Euro verhängt.

Düsseldorf. - 14,6 Millionen Euro davon muss der Schweizer Konzern Holcim bezahlen, der von Hamburg aus sein Deutschland-Geschäft führt.

Vom Bundeskartellamt erhobene Vorwürfe, die Konzerne hätten den Markt unter sich aufgeteilt, Absprachen getroffen und die Preise so künstlich hochgehalten, hätten sich in weiten Teilen bestätigt, sagte ein Gerichtssprecher. Die vom Kartellamt erlassenen Geldbußen von 649 Millionen Euro seien jedoch fast halbiert worden, weil sich nicht immer nachweisen ließ, wie hoch die Profite zulasten der Verbraucher aus den illegalen Absprachen tatsächlich waren. Die Wettbewerbshüter hatten die Rekordstrafen 2003 verhängt. Die Konzerne gingen dagegen gerichtlich vor, verloren nun aber und müssen zahlen: HeidelbergCement 170 Millionen Euro, Schwenk 70 Millionen, Dyckerhoff 50 Millionen und Lafarge 24 Millionen.

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