HWWI-Chefökonom Michael Bräuninger:

Ölpreis wird sich bei etwa 80 US-Dollar je Barrel stabilisieren

Die geplante Kürzung der Fördermengen durch das Ölkartell Opec werden den Ölpreis nach Einschätzung des HWWI nicht drastisch verteuern. „Der Preis wird sich bei etwa 80 Dollar je Barrel (159 Liter) stabilisieren“, sagte der Chefökonom des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), Michael Bräuninger, dem „Hamburger Abendblatt“.

"Ich glaube nicht, dass die geplanten Förderkürzungen den Ölpreis kurzfristig wieder deutlich nach oben bewegen werden."

Seit Sommer ist der Preis je Barrel von rund 145 Dollar auf derzeit rund 70 gefallen. "Der weitere Verlauf der Ölpreise hängt entscheidend von der Entwicklung der Weltwirtschaft ab", sagte Bräuninger. "Wenn die Wachstumsraten weiter sinken oder es gar zu einer Rezession kommt, kann auch die Opec den weiteren Verfall der Ölpreise nicht stoppen."

Der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) Chakib Khelil hatte am Sonntag angekündigt, die Opec werde ihre Fördermenge um täglich 1,5 bis zwei Millionen Barrel senken, um den Preisverfall der vergangenen Monate zu stoppen. Derzeit fördert die Opec täglich nach offiziellen Angaben rund 28,8 Millionen Barrel, etwa 35 Prozent der weltweiten Gesamtproduktion. Mit den fallenden Ölpreisen sind die Preise für Benzin und Heizöl in den vergangenen Tagen auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Jahres gesunken.

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