Nach der Übernahme durch Hamburger Investoren

Hapag-Lloyd kauft Schiffe von TUI zurück

Die Reederei Hapag-Lloyd kauft nach der Übernahme durch Hamburger Investoren 29 Containerschiffe von ihrer bisherigen Muttergesellschaft TUI zurück. Dazu habe ein Konsortium aus sechs Banken ein Darlehen von 750 Millionen Dollar bereitgestellt.

teilten die HypoVereinsbank, die HSH Nordbank und Hapag-Lloyd am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung in Hamburg mit. Die Transaktion diene der Herauslösung der Hapag-Lloyd AG aus dem TUI-Konzern. Die Finanzierung laufe über fünf Jahre.

"Das ist ein Teil des Verkaufsprozesses", sagte ein Hapag-Lloyd- Sprecher. Neue Aspekte für die Betrachtung des Kaufpreises oder des Unternehmenswertes ergäben sich daraus nicht. Das Anlagevermögen von Hapag-Lloyd sei bei der Muttergesellschaft TUI geführt worden. Die Abwicklung des Verkaufs werde rein technisch einige Zeit in Anspruch nehmen; vermutlich werde der Kauf zum Jahreswechsel abgeschlossen.

Die 29 Schiffe verfügen über eine Gesamtkapazität von 118 000 Standardcontainern (TEU), das ist fast ein Viertel der eigenen und gecharterten Hapag-Lloyd-Gesamtflotte. Insgesamt dirigiert die Hamburger Reederei 133 Containerschiffe mit einer Kapazität von rund 500 000 TEU. Ungefähr die Hälfte der Tonnage gehört der Reederei, der Rest ist dazugechartert. Gecharterte Schiffe haben für die Reederei den Vorteil, dass sie weniger Kapital binden und flexibel einsetzbar sind. Andererseits ist das Unternehmen damit abhängig vom Chartermarkt, wo die Raten zeitweise sehr hoch waren.

Die Hamburger Reederei war nach einem monatelangen Verfahren am vergangenen Wochenende mehrheitlich an eine Gruppe Hamburger Investoren um den Transportunternehmer Klaus-Michael Kühne verkauft worden. Die TUI bleibt zunächst mit einem Drittel der Anteile an Hapag-Lloyd beteiligt.

( dpa )

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