Noch steigen die Erdölreserven weltweit an

Trotz eines immer größer werdenden Öldurstes steigen die weltweiten Erölreserven weiter an. Wie aus der Studie "Oeldorado 2007" der ExxonMobil-Tochter Esso hervorgeht, erhöhten sich die sicher bestätigten Ölreserven 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent auf 178,7 Milliarden Tonnen. 1980 lagen die Reserven noch bei 88,4 Milliarden Tonnen. Als sicher bestätigt gelten dabei alle Vorkommen, die durch Bohrungen bestätigt sind und die mit heutiger Technik wirtschaftlich gefördert werden können. Die Förderung von Erdöl stieg 2006 etwas weniger stark als die Reserven auf 3,9 Milliarden Tonnen an.

Die ölreichsten Länder der Erde waren im Jahr 2006 Saudi-Arabien (35,5 Milliarden Tonnen Reserve), Kanada (24,1 Milliarden Tonnen), Iran (18,6 Milliarden Tonnen), Irak (15,4 Milliarden Tonnen) und Kuwait (13,7 Milliarden Tonnen). Bei den bedeutendsten Erdölfördernationen stand ebenfalls Saudi-Arabien an der Spitze, gefolgt von Russland, den USA, Iran und China.

Der Ölverbrauch war hingegen mit 942 Millionen Tonnen in den Vereinigten Staaten am größten, gefolgt von China, Japan, Russland und Deutschland (123 Millionen Tonnen). Insgesamt lag der weltweite Ölverbrauch 2006 bei 3,9 Milliarden Tonnen und damit etwa ein Prozent über dem Vorjahr.

Bei Erdgas ergibt sich laut Studie ein ähnliches Bild wie beim Öl. Die Reserven hier erhöhten sich im Jahr 2006 von 173 auf 175 Milliarden Kubikmeter. Über die größten Vorkommen verfügt Russland.

( bob )

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