Flugzeugkabinen − Markt der Zukunft

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Volker Mester

Die Branche der Kabinenausstatter von Verkehrsflugzeugen erwartet hohe Wachstumsraten auch in den kommenden Jahren.

Hamburg. Die Branche der Kabinenausstatter von Verkehrsflugzeugen erwartet hohe Wachstumsraten auch in den kommenden Jahren: "Bis zum Jahr 2011 werden 5500 neue Passagierjets mit jeweils mehr als 100 Sitzen ausgeliefert und müssen ausgerüstet werden", sagte Tony Robinson, Geschäftsführer des Messeveranstalters UKIP, gestern zur Eröffnung der Fachmesse Aircraft Interiors Expo in Hamburg. Hinzu kommt der Markt mit Modernisierungen: "Im Schnitt alle fünf Jahre wird die Kabinenausstattung, die 15 bis 20 Prozent des Flugzeugwerts ausmacht, ausgetauscht.

Bei einer Lebensdauer des Flugzeugs von 25 Jahren investieren die Betreiber also noch einmal den größten Teil des gesamten Kaufpreises in die Kabine", erklärte Uwe Gröning, Vorsitzender des Zuliefererverbands Hanse-Aerospace.

Auf dessen Gemeinschaftsstand belegten 64 Mitgliedsfirmen mit zusammen 1000 Quadratmetern die größte Ausstellungsfläche − noch vor den Branchenriesen B/E Aerospace (USA) und Zodiac (Frankreich). Für Staatsrat Gunter Bonz von der Wirtschaftsbehörde ist der Erfolg der Messe auch ein Zeichen für die gestiegene Bedeutung Hamburgs als internationales Kompetenzzentrum für die Flugzeugkabine.

Seit dem Jahr 2000 habe die Zahl der Beschäftigten in der Hamburger Luftfahrtindustrie um 8000 auf mehr als 35 000 zugenommen. Zwar sei Airbus zuletzt in Turbulenzen geraten. "Wenn wir uns in einem Jahr hier wiedertreffen, werden wir diese Turbulenzen aber hinter uns gelassen haben", so Bonz. Airbus wie auch Boeing stellen auf der Messe den Kabinenkomfort ihrer jeweils größten Jets − A380 und 747-8 − in den Vordergrund.

Dabei werde Boeing bei seinem modernisierten und verlängerten Jumbo auf dem Kabinenkonzept des Verkaufsschlagers 787 Dreamliner aufbauen, sagte Klaus Brauer, Kabinenmanager des Unternehmens. Einer der Trends dabei: "Nachdemman bisher üblicherweise versucht hat, den Passagier möglichst vom Gefühl des Fliegens zu isolieren, wollen wir ihm dieses Gefühl zurückgeben."

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