Die Entwicklung der Telefonpreise

Matthias Eberenz

Bis zur Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes Anfang 1998 war die Deutsche Telekom alleiniger Anbieter für Fern- und Ortsgespräche im Festnetz. Unmittelbar nach Freigabe des Monopols kam der private Telefondienstleister mobilcom mit einem Angebot von 19 Pfennig (9,7 Cent) pro Minute für Ferngespräche auf den Markt. Die Telekom verlangte damals noch etwa 60 Pfennig (30,6 Cent). Mit zunehmender Zahl der Anbieter ist der Durchschnittspreis für ein Ferngespräch innerhalb Deutschlands weiter gesunken. Er beträgt jetzt zwei Cent pro Minute. Damit zahlen die Verbraucher nur noch rund sieben Prozent des Betrags zu Monopolzeiten. Auch die Preise für Auslandsgespräche sind um bis zu 95 Prozent gesunken. Vom 25. April 2003 an kann jetzt auch im Ortsbereich im so genannten Call-by-Call-Verfahren telefoniert werden. Dabei wird eine fünfstellige Vorwahl vor der Telefonnummer gewählt. Wie stark die Preise fallen werden, ist noch unklar. Zurzeit verlangt die Telekom sechs Cent für 90 Sekunden Ortsgespräch. Das ist mehr, als ein Ferngespräch bei den günstigsten Call-by-Call-Anbietern kostet.

( me )

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