Mit 76 Jahren

Modedesigner Kansai Yamamoto gestorben

Der japanische Modedesigner Kansai Yamamoto 2017 in Tokio.

Der japanische Modedesigner Kansai Yamamoto 2017 in Tokio.

Foto: dpa

Zu seinen Kunden und Fans zählten David Bowie, Elton John oder Stevie Wonder. Jetzt ist der japanische Modemacher Kansai Yamamoto gestorben.

Tokio. Der japanische Modedesigner Kansai Yamamoto, der unter anderem Rock-Ikone David Bowie einkleidete, ist tot. Er starb bereits am 21. Juli mit 76 Jahren an Leukämie, wie seine Tochter, die Schauspielerin Mirai Yamamoto, am Montag auf Instagram bekanntgab. Kansai Yamamoto habe seit Februar im Krankenhaus gelegen und im Beisein seiner Familie "diese Welt friedlich verlassen".

Er war der erste japanische Fashion-Designer, der 1971 eine Modenschau in London abhielt. Seine vom traditionellen Kabuki-Theater und japanischer Ästethik inspirierte Kollektion in der britischen Hauptstadt brachte ihm internationale Anerkennung und eine langlebige Freundschaft mit Bowie ein, der Yamamotos futuristische Outfits selbst trug und bekannt machte.

Auch andere weltberühmte Musiker wie Elton John oder Stevie Wonder ließen sich von Yamamoto einkleiden. Zwischen 1974 und 1992 nahm der Japaner an Modewochen in Tokio, New York und Paris teil.

Der in Tokios Nachbarstadt Yokohama geborene Designer begann seine Karriere in der Heimat als Assistent von Junko Koshino, einer ebenfalls berühmten japanischen Kostümbildnerin. Später machte sich Yamamoto einen Namen als Designer, der die Grenzen der Mode mit seinen avantgardistischen Arbeiten überwand. Japans Ästethik sei von Weltstandard - "das ist das, was ich beweisen wollte", meinte er.

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