Upcycling spart Ressourcen

Suche nach neuen Schmuckstücken beginnt zu Hause

Blick ins eigene Schmuckkästchen: Liegt dort noch etwas, das nicht mehr getragen wird, kann es eingeschmolzen werden, um daraus neue Schmuckstücke zu machen.

Blick ins eigene Schmuckkästchen: Liegt dort noch etwas, das nicht mehr getragen wird, kann es eingeschmolzen werden, um daraus neue Schmuckstücke zu machen.

Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Muss es immer der Saphir oder die Goldkette sein? Wer beim Schmuckkauf auf Nachhaltigkeit achten will, der hat Alternativen - sogar hochwertige.

Düsseldorf (dpa/tmn). Um bei der Suche nach neuem Goldschmuck möglichst nachhaltig vorzugehen, lohnt zunächst ein Blick ins eigene Schmuckkästchen. Liegt dort noch etwas, das nicht mehr getragen wird? Solches Altgold kann eingeschmolzen werden, um daraus neue Schmuckstücke zu machen, sagt der Umweltexperte der Verbraucherzentrale NRW, Philip Heldt. „Das ist auch individueller.“

Das Recyclinggold kann mitunter eine besondere Geschichte und Symbolkraft haben - etwa beim Herstellen von Eheringen, wenn Altgold beider Familien zu etwas Neuem verschmilzt, so Heldt. Seiner Auskunft nach gibt es sogar Schmuckdesigner, die sich voll auf das sogenannte Upcycling - also die Umwandlung vermeintlicher Abfallprodukte in neu verwertbare Dinge - spezialisiert haben.

Statt auf Gold zu setzen, könnte man aus Sicht des Fachmanns auch auf Materialien wie Holz und Edelstahl zurückgreifen, die deutlich ressourcenschonender gewonnen würden. Ebenso könnten Kundinnen und Kunden bei Schmucksteinen weniger exotische aus fernen Ländern wählen. „Auch in Deutschland werden Steine abgebaut“, sagt Heldt.

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( © dpa-infocom, dpa:220930-99-958338/3 (dpa) )