Eine Art Held

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Thomas Frankenfeld

Evolutionsbiologen entlarven den Mann: Entweder führt er Krieg - oder er ist hinter Frauen her

Mann hat es nicht leicht. Wenn das Kind in der Wanne fragt: "Wo ist denn der Waschlappen?", und Mama antwortet: "Der ist mal eben Zigaretten holen" - dann ist in dieser Ehe evolutionsbiologisch etwas aus dem Ruder gelaufen.

Denn der Mann, das wissen wir aus den "Rambo"-Filmen, ist von der Natur als standhafter, aggressiver Kämpfer vorgesehen. Wissenschaftler haben zwischen der Neigung des Mannes zum Penetrieren mit Lanze, Pfeil und Schwert sowie der mit körpereigener Ausstattung eine Beziehung erkannt. Die altehrwürdige Londoner Royal Society, deren Gründung noch in späten Ritterzeiten erfolgte, legte diese kühne These in ihren "Philosophical Transactions" dar. Nach dieser Studie besteht zwischen dem männlichen Sextrieb und den Kriegen auf der Welt ein direkter Zusammenhang.

Wer in der Urzeit grunzend ein paar Fremdlinge erschlug, schützte sein Territorium, hatte damit mächtig Schlag bei den Mädels und konnte ihnen auf das Zutraulichste seine Gene weitergeben. Etwas uncharmant weisen die britischen Forscher allerdings darauf hin, dass das Territorialverhalten von Männern und Schimpansen große Ähnlichkeiten aufweist. Nur dass unsere haarigen Mit-Primaten bislang nicht auf die Idee gekommen sind, die liebe Sitte zu Weltkriegen auszubauen. Auch sei der Gemeinschaftsgeist bei Frauen bei Weitem nicht so ausgeprägt wie bei der Kampfgemeinschaft der Männer. Aber das wissen wir doch von den Zickenkriegen bei Model-Wettbewerben.

Apropos: Im Gegensatz zu Männern sei bei Frauen ein "Hilfs- und Freundschafts-Instinkt" fest eingebaut, der sie dazu anhält, Konflikte friedlich zu lösen, heißt es in der Studie. Man hört förmlich schon einen gewaltigen Chor von Männern rufen: "Da kennen die aber meine Frau nicht!"

Als Ausgleich wollen wir die feministische Sichtweise nicht unterschlagen. Wenn ein Mann eine Frau aus dem Fenster stößt, steht dies in der "Bild"-Zeitung. Wenn eine Frau einen Mann aus dem Fenster wirft, sei das ein Fall für "Schöner Wohnen".