Strenge Hygienevorschriften in den Wolfenbütteler Kitas

Lesedauer: 3 Minuten
Unser Symbolbild zeigt Jacken und Rucksäcke, die in einer Städtischen Kita an Haken im Flur hängen. Trotz drastisch steigender Corona-Infektionszahlen bleiben die Kitas geöffnet.

Unser Symbolbild zeigt Jacken und Rucksäcke, die in einer Städtischen Kita an Haken im Flur hängen. Trotz drastisch steigender Corona-Infektionszahlen bleiben die Kitas geöffnet.

Foto: Caroline Seidel / dpa

Trotz zunehmender Coronazahlen bleiben die Kitas in Stadt und Kreis Wolfenbüttel weiter geöffnet.

Wolfenbüttel.  Die Kindertagesstätten bleiben geöffnet. Es findet ein uneingeschränkter Regelbetrieb statt. Das hat die Niedersächsische Landesregierung beschlossen. Bürgermeister Thomas Pink appelliert nun an die Eltern, alle Maßgaben des Gesundheitsschutzes, die derzeit in den Kindertagesstätten gelten, zu beherzigen. Derzeit gibt es in den städtischen Kitas keinen einzigen Covid-19-Fall.

Drei Kitas in Wolfenbüttel waren schon von Covid 19 betroffen

Das war im Verlauf der Pandemie bereits anders gewesen. Drei Einrichtungen waren schon betroffen, die Kita Wilhelm Raabe im Frühjahr, die Kita Geibelstraße und die Kita in Halchter vor wenigen Wochen.

„Alle Kinder und Mitarbeiter waren daraufhin getestet worden. Alle waren negativ“, erzählt Thorsten Raedlein, Pressesprecher der Stadt Wolfenbüttel. Aus Sicherheitsgründen hatte das Gesundheitsamt Quarantänemaßnahmen verhängt.

Der Inzidenzwert sinkt erstmals für den Kreis Wolfenbüttel wieder

Derzeit steigen die Coronazahlen in Stadt und Kreis Wolfenbüttel weiter: Seit Beginn der Pandemie sind im Landkreis Wolfenbüttel 391 (+7 zum Vortag) Coronafälle nachgewiesen worden. Aktuell sind 115 Menschen erkrankt. 262 (+0) Menschen sind inzwischen wieder gesund. 14 Menschen sind mit dem Coronavirus gestorben. Der Inzidenzwert lag am Dienstag bei 60,9. Gegenüber dem Vortag ist er erstmals wieder gesunken (65). Der Inzidenzwert ist die Zahl der Neuinfektionen, gemessen auf 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage.

Corona-Infektionen Niedersachsen

Sollte in einer der Kindertagesstätten ein Infektionsfall auftreten, entscheide das Gesundheitsamt des Landkreises Wolfenbüttel – wie bisher – über die weiteren Schritte, berichtet Raedlein. Im Regelfall werde sodann für alle Kinder dieser Kita und das dortige Personal eine befristete häusliche Quarantäne angeordnet. In diesem Zeitraum sei die betroffene Kita geschlossen und die Betreuung der Kinder müsse zu Hause stattfinden.

Würde der Inzidenzwert auf 100 Fälle und mehr steigen, werden die Regeln verschärft

Darüber hinaus könnten von Seiten des Gesundheitsamtes für alle Kindertagesstätten Beschränkungen für den Betrieb der Kindertagesstätten verfügt werden, wenn der Inzidenzwert 100 Fälle oder mehr erreicht. „Sollte diese Voraussetzung vorliegen, kann durch das Gesundheitsamt ein eingeschränkter Regelbetrieb, also die Trennung von Gruppen in den Kindergärten, vorgegeben werden. Offene Konzepte wären dann nicht mehr erlaubt. Betreuungszeiten müssten angepasst werden und die Gruppen müssten innerhalb der Räume und auf dem Außengelände sowie beim Mittagessen und bei der Nutzung der Sanitärräume untereinander Abstand halten“, veranschaulicht Raedlein.

Pink ergänzt: „Gleichwohl ist auch bei diesem Szenario weiterhin gewährleistet, dass jedes Kind den Betreuungsplatz in der Kita behält.“ Weitere Beschränkungen oder sogar die Schließung von Kitas kämen darüber hinaus nur dann in Betracht, wenn sich das Infektionsgeschehen trotz erfolgter Schutzmaßnahmen weiter drastisch verschlimmert.

Generell gilt: Sollte ein Kind Krankheitssymptome wie Fieber, Husten oder Atemnot, eitrigen Schnupfen, Durchfall oder Erbrechen haben, kann es nicht in einer Kita betreut werden. Wie es in den einzelnen Kindertagesstätten läuft, darüber tauschen sich alle Kitaleitungen am Mittwoch in einer Videokonferenz aus.