Pandemie

Corona-Hotspots: Das sind die Risikogebiete in Deutschland

Lesedauer: 3 Minuten
Kanzleramt will Lockdown bis 14. März verlängern

Das Bundeskanzleramt will den Corona-Lockdown bis zum 14. März verlängern. Dies geht aus einer aktualisierten Beschlussvorlage für die Beratungen mit den Ländern hervor. Friseure sollen unter Auflagen ab dem 1. März wieder öffnen dürfen.

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Wo in Deutschland sind die Corona-Zahlen besonders hoch? Wo sind die Risikogebiete? Hier finden Sie die größten Hotspots des Landes.

Berlin. 
  • Wegen sehr hoher Corona-Infektionszahlen gelten viele Regionen Deutschlands noch immer als Risikogebiete
  • Je nach Höhe der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz gelten dort verschärfte Regeln
  • Das sind die zehn aktuell meistbetroffenen Corona-Hotspots in Deutschland

Deutschland befindet sich im Lockdown – und das noch bis 7. März. Durch die Maßnahmen hoffen Bund und Länder, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Kurzfristiges Ziel der Politik ist es, einen Inzidenzwert von unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zu erreichen.

Die Beschränkungen lassen die Anzahl der Neuinfektionen und weiteren Todesfälle tatsächlich sinken. Doch die regionalen Unterschiede sind immens – vor allem zwischen den Landkreisen. Wichtige Messgröße ist daher die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

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Schon seit Anfang Januar ist der Bewegungsradius der Bürger in Regionen, in denen die Marke von 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten wird, eingeschränkt. Sie dürfen sich nur 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Die Grenze überschritten am Donnerstag (11. Februar) nur noch fünf Städte und Kreise in Deutschland.

Zurzeit werden bundesweit 279 Städte, Bezirke und Landkreise als Corona-Hotspots bezeichnet, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz über 50 liegt. Diese Regionen gelten auch als innerdeutsche Risikogebiete.

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Am stärksten betroffen ist aktuell der Landkreis Tirschenreuth in Bayern, der aktuell 333,12 Neuinfektionen binnen sieben Tagen ausweist (Stand 11. Februar). Der Landkreis Hildburghausen in Thüringen (aktuell 223,11) war Ende November 2020 die erste Region in Deutschland, deren Sieben-Tage-Inzidenz größer als 500 war, zwischenzeitlich sogar größer als 600. Inzwischen liege alle Regionen wieder deutlich unter diesen Rekordwerten. Lesen Sie auch: Corona-Hotspot Bautzen - Wie die Menschen der Krise begegnen

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Corona-Risikogebiete in Deutschland – die zehn größten Hotspots (Stand: 11. Februar)

  Stadt/Landkreis/Bezirk Bundesland 7-Tage-Inzidenz
1. Tirschenreuth Bayern 333,12
2. Wunsiedel i. Fichtelgebirge Bayern 256,00
3. Schmalkalden-Meiningen Thüringen 228,15
4. Hildburghausen Thüringen 223,11
5. Vorpommern-Greifswald Mecklenburg-Vorpommern 210,93
6. Vechta Niedersachsen 183,46
7. Hof Bayern 178,94
8. Gotha Thüringen 174,93
9. Altenburger Land Thüringen 168,92
10. Prignitz Brandenburg 166,76

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Corona: Ab wann ist eine Region ein Risikogebiet?

Einen ersten Richtwert für die Einstufung als Risikogebiet bietet die Zahl der Neuinfektionen.

  • Übersteigt sie den Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, folgt eine Bewertung der Lage durch die einzelnen Bundesländer. Diese „Neuerkrankungsrate“ wird auch Inzidenz genannt.
  • Die Landesregierungen entscheiden selbstständig, welche Gebiete in anderen Bundesländern sie zu Risikogebieten erklären.
  • Eine landesweit einheitliche Liste wie bei den internationalen Risikogebieten gibt es nicht.

Alle deutschen Risikogebiete auf einer Karte

Alle innerdeutschen Risikogebiete finden Sie mitsamt der Sieben-Tage-Inzidenz in einer Tabelle in unserem interaktiven Coronavirus-Monitor auf einer Karte. Scrollen Sie dafür unter die Karte mit den Infektionszahlen.

(fmg/dpa/afp)

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