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Urlaub im Ausland: Diese Corona-Regeln gelten für Reisen

Lesedauer: 26 Minuten

Mallorca nicht mehr als Corona-Risikogebiet ausgewiesen

Mallorca nicht mehr als Corona-Risikogebiet ausgewiesen

Mallorca und weitere Gebiete Spaniens sind nicht mehr als Corona-Risikogebiet ausgewiesen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Gleiches gilt für einige Regionen in Portugal und in Dänemark.

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Beim Urlaub in Spanien, Kroatien, Italien oder in der Türkei gelten sehr unterschiedliche Corona-Regeln. Das müssen Urlauber wissen.

Berlin. 
  • Welche Länder gelten als Risikogebiete für welche Ziele wurden Reisewarnungen ausgesprochen?
  • An zahlreichen Urlaubszielen gelten Corona-Beschränkungen
  • An welche Corona-Regeln müssen sich Urlauber in beliebten Urlaubsländern halten?
  • Wir haben die wichtigsten Regeln zusammengefasst

Auch im Urlaub können Touristen die Coronavirus-Pandemie nicht hinter sich lassen: In vielen Ländern Europas beeinflussen Reisende erheblich das Infektionsgeschehen. Das kann im Urlaubsland selbst sein – oder wenn sie in die Heimat zurückkehren.

Deswegen schauen das Robert Koch-Institut (RKI) und das Auswärtige Amt genau auf die Situation in den einzelnen Regionen. Reisewarnungen können genauso kurzfristig ausgesprochen werden wie eine Einstufung als Risikogebiet.

Seit Dienstag ist die Einreise per Flugzeug nach Deutschland nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich. Eine entsprechende Änderung der Coronavirus-Einreiseverordnung trat um Mitternacht in Kraft. Die neue Vorschrift gilt unabhängig von der Corona-Lage in dem Land, aus dem jemand nach Deutschland fliegt. Der Test darf bei der Einreise maximal 48 Stunden alt sein.

Wir geben einen Überblick über beliebte Urlaubsländer der Deutschen – was ist aktuell erlaubt und wo sollten Urlauber lieber Vorsicht walten lassen.

Reisen ins Ausland – was Urlauber jetzt wissen müssen

Im Corona-Jahr 2021 sind spontane Reisen schwieriger als sonst. Wer eine Auslandsreise machen will, sollte daher frühzeitig planen, sich vor Reiseantritt über die Situation im jeweiligen Land informieren – und sich bis zur Anreise auch während des Auslandsaufenthalts über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Eine gute Quelle für Informationen rund um die Reise ist das Auswärtige Amt (AA). Um deutsche Touristen entsprechend zu informieren, gibt das AA unter dem Stichwort „Sicher Reisen“ tagesaktuelle Hinweise zu den jeweiligen Reiseländern auf seiner Internetseite. Die Hinweise richten sich nach dem Infektionsgeschehen vor Ort.

Mit Corona-Impfpass in den Urlaub?
Mit Corona-Impfpass in den Urlaub?

Das Auswärtige Amt verweist zudem auf den Twitter-Account des Krisenreaktionszentrums des AA und auf seine Reise-App. Die App bietet unter anderem Checklisten für die Reisevorbereitung, die Adressen der Vertretungen des Reiselandes in Deutschland, Infos für Notfälle vor Ort, die Adressen der deutschen Vertretungen im Reiseland sowie Reise- und Sicherheitshinweise per Push-Nachricht.

Wichtige Hinweise kann auch der jeweilige Reiseanbieter liefern. Zudem lohnt es sich immer, aktuelle Nachrichten zu verfolgen.

Coronavirus – Die wichtigsten News im Überblick

Urlaub auf Mallorca – Balearen sind kein Risikogebiet mehr

Spanien war eine lange Zeit stark von Covid-19 betroffen. Das Robert Koch-Institut erklärte das Land deshalb zum Risikogebiet, das Auswärtige Amt sprach eine Reisewarnung aus. Daraus resultierte eine Quarantäneverpflichtung für Reiserückkehrer aus den Regionen.

War Mallorca im Dezember und Januar noch ein Corona-Hotspot, wurde die Reisewarnung mittlerweile aufgehoben: Dank strenger Maßnahmen schafften es die Mallorquiner, die Zahl der Infektionen stark zu drücken. Zwischenzeitlich beeindruckte die Urlaubsinsel mit einer 7-Tage-Inzidenz von 22 Fällen pro 100.000 Einwohner. Reiseveranstalter melden bereits steigende Buchungszahlen und wollen ihre Programme hochfahren.

Diese Regeln gelten aktuell in Spanien:

  • Touristen müssen vor der Anreise auf einem Fragebogen Angaben unter anderem zur Gesundheit sowie zu persönlichen Kontaktdaten machen. Danach erhalten sie einen QR-Code, der bei der Einreise vorgezeigt werden muss. Lesen Sie hier: Spanien-Urlaub: So funktioniert die Einreise mit QR-Code
  • Einreisende mit einer Temperatur von über 37.5 °C oder anderen Auffälligkeiten können einer eingehenderen Untersuchung unterzogen werden
  • Bei der Einreise ist in Spanien ein negativer PCR-Test vorzulegen
  • Landesweit gilt eine Maskenpflicht: An allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss man eine Schutzmaske tragen. Bei Verstoß können Geldstrafen von etwa 100 Euro verhängt werden
  • Es gilt ein Rauchverbot im Freien, wenn der Sicherheitsabstand zu Fremden nicht eingehalten werden kann. Auf Mallorca ist Rauchen im öffentlichen Raum komplett untersagt
  • Je nach Infektionslage können lokale Behörden jederzeit Mobilitätsbeschränkungen und Sperrstunden einführen

Urlaub in Dänemark: Was ist in diesem Jahr möglich?

Für Dänemark besteht eine Covid-19-bedingte Teilreisewarnung - das Infektionsgeschehen ist regional unterschiedlich. Die Regionen Hovedstaden (Hauptstadtregion), Sjælland (Seeland) und Syddanmark (Süddänemark) sind als Risikogebiete eingestuft.

Was für den Dänemark-Ausflug zu beachten ist:

  • Urlauber sind verpflichtet, bei der Einreise einen negativen Covid-19-Test vorzulegen, der maximal 24 Stunden vor Einreise vorgenommen wurde. Sowohl PCR-Tests als auch Antigen-Tests werden akzeptiert
  • Personen, die eine Coronavirus-Infektion überstanden haben, können auch einen positiven Test vorlegen, wenn dieser Test zwischen 14 Tagen und acht Wochen vor dem Flug vorgenommen wurde
  • Einreisende müssen sich in eine zehntägige Quarantäne begeben, die frühestens vier Tage nach der Einreise durch einen weiteren, negativ ausfallenden PCR-Test verkürzt werden kann
  • Es gilt grundsätzlich ein Verbot von Versammlungen von mehr als fünf Personen
  • An Flughäfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln einschließlich Bahnhofs- und Haltestellenbereich, sowie in öffentlich zugänglichen Gebäuden und in Freizeiteinrichtungen besteht die Maskenpflicht

Griechenland: Welche Regeln gelten hier?

Griechenland ist von Covid-19 stark betroffen. Da die Inzidenz landesweit mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage beträgt, ist das ganze Land als Risikogebiet eingestuft.

Reisende müssen sich spätestens 24 Stunden vor der Einreise elektronisch anmelden und bekommen einen QR-Code, den sie bei der Einreise vorweisen müssen. Andernfalls droht eine Geldbuße von 500 Euro. Ebenfalls obligatorisch ist ein negativer PCR-Test aus dem Abreiseland in englischer Sprache unter Nennung von Name, Adresse und Pass- oder Personalausweisnummer.

Alle Personen, die bis zum 22. März 2021 auf dem See-, Luft- und Landweg nach Griechenland einreisen, müssen sich in eine siebentägige häusliche Quarantäne begeben.

Diese Regeln gelten aktuell in Griechenland:

  • Für alle Einreisenden gilt eine Online-Anmeldepflicht, bei dem spätestens 24 Stunden vor Einreise ein Formular ausgefüllt werden muss. Die Touristen erhalten dann einen QR-Code, der bei Einreise vorgezeigt werden muss
  • Es gelten weitreichende Verhaltens- und Abstandsregeln und Hygienevorschriften, die unbedingt eingehalten werden müssen
  • Für alle geschlossenen Einrichtungen gilt eine Maskenpflicht. Der Mund-Nasen-Schutz muss auch überall im Freien getragen werden
  • Öffentliche Versammlungen sind verboten
  • Die Ausgangssperre gilt je nach Einstufung zum Teil bereits ab 19 Uhr

Wie ist die Situation in Italien?

Italien ist von Covid-19 stark betroffen und ist als Risikogebiet eingestuft. Der vorerst bis zum 16. März geltende Lockdown wurde bis 6. April verlängert. Reisende aus der EU oder aus dem Schengenraum dürfen grundsätzlich einreisen, jedoch sind Reisen innerhalb Italiens nur aus triftigen Gründen erlaubt.

Einreisende aus Österreich, die sich in den vorangegangen 14 Tagen länger als 12 Stunden in Österreich aufgehalten haben, müssen sich vor der Einreise über ein Online-Formular anmelden, einen negativen Corona-Test (PCR- oder Antigentest) mit sich führen und sich 48 Stunden nach Ankunft erneut testen lassen. Außerdem sind sie verpflichtet, sich bei der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde anzumelden und sich im Anschluss in eine zweiwöchige Quarantäne zu begeben. Danach muss ein weiterer Corona-Test gemacht werden.

Für die Einreise aus Drittländern, einschließlich Großbritannien, gelten weiterhin Einreisebeschränkungen. Zudem besteht ein Einreiseverbot für alle Personen, die sich in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in Brasilien aufgehalten haben.

Diese Regeln gelten aktuell in Italien:

  • Die Einreise nach Italien aus Deutschland ist bereits seit dem 3. Juni wieder gestattet, die Quarantäneregeln wurden zeitgleich aufgehoben
  • Einreisende aus Österreich müssen sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben
  • Es besteht ein Einreiseverbot für alle Personen, die sich in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in Brasilien aufgehalten haben
  • Im ganzen Land besteht eine Maskenpflicht
  • In ganz Italien bestehen Einschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit, bis zum 6. April befinden sich weite Teile des Landes im Lockdown
  • Es besteht landesweit eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr
  • Es gilt ein Mindestabstand von ein bis zwei Metern
  • Es darf nur eine begrenzte Anzahl von Menschen aus unterschiedlichen Haushalten im selben Auto fahren. Nähere Infos dazu gibt es beim ADAC
  • Unter ausländischer Flagge fahrende Passagier- und Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht in italienischen Häfen anlegen
  • Die italienische Tracing-App „Immuni“ soll die Verbreitung der Infektion eindämmen. Sie kann in allen gängigen App-Stores heruntergeladen werden

Portugal: Kann der Urlaub klappen?

Reisende mit dem Ziel Portugal können aufatmen: Das Land galt lange als Virusvariantengebiet mit besonders strengen Regeln und einem Beförderungsverbot für Fluggesellschaften. Die Beschränkungen wurden nun abgeschwächt: Für den Norden mit den Regionen Norte und Centro sowie Porto gibt es keine Auflagen mehr.

Die Algarve, die Insel Madeira und die Hauptstadt Lissabon gelten noch als „normale“ Risikogebiete. Hier kommt bei der Rückkehr in die meisten Bundesländer eine zehntägige Quarantäne auf die Reisenden zu.

Diese Regeln gelten aktuell in Portugal:

  • Deutsche Reisende im Alter von über zwei Jahren, die das Festland besuchen wollen, müssen einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist
  • Einreisende müssen außerdem eine elektronische Reiseanmeldung ausfüllen
  • Die Körpertemperatur wird gemessen; sollte die Temperatur 38°C übersteigen, ist mit weiteren Untersuchungen und Maßnahmen der Gesundheitsbehörden, wie Selbstisolation bzw. häuslicher Quarantäne, zu rechnen
  • Das Land ist in vier Risikostufen eingeteilt und es gilt der nationale Ausnahmezustand, der in der Regel alle 15 Tage verlängert wird. Aktuell gilt der Ausnahmezustand bis 31. März
  • Es besteht Maskenpflicht
  • Es gilt ein Mindestabstand von zwei Metern
  • Die Bewegung im öffentlichen Raum ist noch eingeschränkt - an den Wochenenden ist der Bewegungsradius ausdrücklich auf den eigenen Landkreis beschränkt (freitags ab 20 Uhr bis montags 5 Uhr, für Ostern gilt dies vom 26. März bis 5. April 2021)
  • Spaziergänge und sportliche Betätigung sind nur für kurze Dauer erlaubt
  • Alle Kultur- und sämtliche Freizeit- und Sporteinrichtungen sind geschlossen
  • Private Feiern, sowie der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum sind untersagt

Ist ein Urlaub in Frankreich möglich?

Frankreich ist mit Ausnahme der Überseegebiete Martinique und Französisch-Polynesien als Risikogebiet eingestuft. Aufgrund der hohen Infektionszahlen rät das Auswärtige Amt sowohl vor Reisen ins Land selbst als auch in die Überseegebiete Französisch-Guayana, St. Martin, Mayotte, Réunion, Saint-Barthélemy und Guadeloupe ab.

Es gilt landesweit eine bußgeldbewehrte Ausgangssperre von 18 bis 6 Uhr. Regional können zusätzliche Ausgangsbeschränkungen gelten.

Diese Regeln gelten aktuell in Frankreich:

  • Frankreich kontrolliert seine EU-Binnengrenzen bis Ende April 2021 - die Einreise aus Deutschland und aus allen EU-Staaten sowie Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz und Vatikanstaat sowie Australien, Korea, Israel, Japan, Neuseeland, Singapur und dem Vereinigten Königreich ist dennoch möglich
  • Einreisende müssen höchstens 72 Stunden vor Reisebeginn vorgenommenen negativen PCR-Test vorweisen
  • Wer auf dem Luft-/Land- oder Seeweg aus diesen Ländern einreist, muss zudem eine Erklärung zur Symptomfreiheit abgeben
  • Ausnahmen von der Testpflicht gelten für Einreisen auf dem Landweg von weniger als 24 Stunden Dauer
  • Einreisende aus Nicht-EU-Staaten sowie den Überseegebieten sind zu einem Test vor Reiseantritt verpflichtet und müssen sich direkt nach der Einreise in eine siebentägige Quarantäne begeben. Danach ist ein erneuter Test erforderlich
  • Die landesweite Ausgangssperre gilt von 18 bis 6 Uhr
  • Generell gilt eine Maskenpflicht in allen öffentlichen, geschlossenen Räumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Bahn- und Flughäfen und Bushaltestellen
  • Seit dem 1. September muss auch in Unternehmen sowie in den meisten Schulen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden
  • In manchen Regionen wurde die Maskenpflicht erweitert – in Städten wie Marseille, Nizza oder Paris ist der Mundschutz auch im Freien Pflicht
  • Gastronomiebetriebe, Museen, Konzertsäle, Sporthallen, Vergnügungsparks, Diskotheken und ähnliche Veranstaltungsorte sind derzeit geschlossen
  • Für die Überseegebiete gelten gesonderte Regeln

Urlaub in Kroatien: Was ist zu beachten?

Kroatien wurde, bis auf die Gespanschaften Istrien, Požega-Slawonien, Bjelovar-Bilogora und Krapina-Zagorje, als Risikogebiet eingestuft. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in diese Regionen ab.

Die Einreise nach Kroatien ist für alle Staatsangehörigen der EU-Mitgliedstaaten mit Einschränkungen gestattet. Bei der Einreise werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer des Aufenthalts in Kroatien registriert. Bei Einreise muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Der PCR-Test ist auch bei Einreise auf eigene Kosten (bis zu 100 Euro) möglich - das Ergebnis muss in diesem Fall allerdings in häuslicher Quarantäne abgewartet werden. Lassen sich Einreisende nicht testen, besteht ab dem Einreisedatum die Pflicht zur 14-tägigen häuslichen Selbstisolation.

Diese Regeln gelten aktuell in Kroatien:

  • Bei der Einreise werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts registriert. Diese können auch vorab auf der Website des kroatischen Tourismusministeriums hinterlegt werden
  • Es gilt eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Krankenhäusern sowie im Freien überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann
  • Cafés und Restaurants sind im Außenbereich geöffnet
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften ist eine reduzierte Anzahl von Personen zugelassen
  • In Split-Dalmatien gilt die Maskenpflicht auch für Besucher von Cafés und Bars, Ausstellungen, Gottesdiensten und anderen sozialen Begegnungen; in geschlossenen Räumen, in denen sich mehr als drei Personen befinden, ist ebenfalls ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen

Ist ein Urlaub in der Türkei 2020 möglich?

Die Türkei ist von Covid-19 stark betroffen. Mittlerweile wurde das ganze Land zum Risikogebiet erklärt.

Bei Einreise müssen alle Reisenden innerhalb von 72 Stunden vor der Reise ein elektronisches Formular des türkischen Gesundheitsministeriums ausfüllen. Dies gilt nicht für Transitpassagiere. Die Kontrolle erfolgt bei Einreise bzw. beim Check-In. Danach wird Reisenden ein Genehmigungscode („HES-Code“) mitgeteilt, der bei Kontrollen im Land vorgezeigt werden muss. Alle Reisende über sechs Jahre müssen einen negativen PCR-Test vorgelegen, der bei Flugreisen zum Ausreisezeitpunkt nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Für Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen in Großbritannien, Dänemark, Brasilien oder Südafrika aufgehalten haben, gilt daneben eine zweiwöchige Quarantänepflicht. Bei Einreisen aus Südafrika und Brasilien erfolgt die Quarantäne in einer staatlichen Einrichtung.

Die Türkei fordert für Reisen nach Deutschland die Vorlage eines negativen PCR-Testergebnisses von allen Reisenden, die älter als zwei Jahre sind. Eine Kontrolle erfolgt seitens der türkischen Behörden. Diese zwingend notwendige Testung vor Ausreise aus der Türkei befreit nicht von den Regeln für die Einreise nach Deutschland, etwa Quarantänepflichten.

Diese Regeln gelten aktuell in der Türkei:

  • Reisende müssen einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf
  • Vor der Einreise werden unter anderem Temperaturmessungen durchgeführt und gegebenenfalls auch zusätzliche Gesundheitsuntersuchungen vorgenommen. Bei positivem Testergebnis wird eine medizinische Behandlung angeordnet, auch Quarantänemaßnahmen sind möglich
  • Die Einhaltung des türkischen Tourismus- und Hygienekonzeptes ist Pflicht
  • Dazu gehört ein PCR-Test für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor der Rückreise nach Deutschland
  • In vielen Städten gilt die Maskenpflicht überall im öffentlichen Raum
  • Es gilt ein Mindestabstand von drei Schritten, Zuwiderhandlungen werden geahndet

Urlaub in Österreich: Trotz Corona-Krise möglich?

Ganz Österreich (mit Ausnahme der Exklaven Jungholz und Kleinwalsertal) wurde als Risikogebiet eingestuft. In Tirol sind vermehrt Fälle der neuen, ansteckenderen Virusmutante festgestellt worden, weshalb das Bundesland mit Ausnahme des politischen Bezirks Lienz (Osttirol), der Gemeinde Jungholz sowie des Rißtals im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee als Virusvarianten-Gebiet gilt.

Durch die Coronavirus-Schutzverordnung gilt ein Beförderungsverbot im grenzüberschreitenden Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- und Flugverkehr für Personen aus Virusvarianten-Gebieten nach Deutschland.

Grundsätzlich ist für Einreisende eine verpflichtende zehntägige Quarantäne vorgesehen, die frühestens durch einen negativen PCR- oder Antigentest nach fünf Tagen beendet werden kann. Diese Einreiseverordnung gilt bis 31. März.

Zusätzlich soll ein negatives PCR- oder Antigen-Test-Ergebnis bei Einreise vorgelegt werden. Das Ergebnis oder ein ärztliches Zeugnis über ein solches, muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein und darf nicht älter als 72 Stunden sein. Kann dieses nicht vorgelegt werden, ist ein Test spätestens 24 Stunden nach Einreise auf eigene Kosten durchzuführen.

Alle Reisenden müssen sich vor der Einreise nach Österreich elektronisch registrieren und die Empfangsbestätigung bei der Einreise ausgedruckt oder auf einem mobilen Gerät vorweisen. Grenzkontrollen finden statt.

Diese Regeln gelten aktuell in Österreich:

  • Es gilt eine Ausgangssperre von 20 bis 6 Uhr
  • Die Beherbergung zu touristischen Zwecken ist weiterhin untersagt
  • Geschäfte sind unter Auflagen geöffnet
  • Seit dem 12. Februar ist die Ausreise aus Tirol (mit Ausnahme des Bezirks Lienz/Osttirol, der Gemeinde Jungholz sowie des Rißtals im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee) nur noch mit einem negativen Test gestattet, der nicht älter als 48 Stunden sein darf
  • Ein Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen muss weiter eingehalten werden
  • Mundschutzpflicht gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Supermärkten, Bank- und Post-Filialen, in Apotheken und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne feste Sitzplatzzuweisung

Niederlande - So ist die Lage im Nachbarland

Die Niederlande gilt mit Ausnahme des autonomen Landes Curaçao als Risikogebiet und hat Deutschland ebenfalls zum Risikogebiet erklärt. Reisende aus Deutschland sollen sich nach Einreise dringend in den Niederlanden für zehn Tage in häusliche Quarantäne (auch Ferienunterkünfte) begeben. Einreisende müssen einen negativen Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Dieser ist kein Ersatz für die Quarantäne.

Zusätzlich zum negativen PCR-Test muss von allen Einreisenden per Flugzeug oder Schiff ein höchstens vier Stunden vor Abreise durchgeführter negativer Antigen-Schnelltest vorgelegt werden. Flugreisende aus allen Ländern müssen vor Reiseantritt ein Gesundheitsformular ausfüllen und mitführen.

Diese Regeln gelten aktuell in den Niederlanden:

  • Deutsche Einreisende müssen sich in eine zehntägige Quarantäne begeben und einen negativen PCR-Test vorlegen
  • Flugreisende aus allen Ländern müssen ein Gesundheitsformular ausfüllen und bei sich führen
  • Für alle Personen ab 13 Jahren besteht Maskenpflicht im ÖPNV und auf Fähren sowie auf Flügen der KLM und am Flughafen Schiphol
  • Das öffentliche Leben ist erheblich eingeschränkt. Lediglich essentielle Einrichtungen, bleiben geöffnet
  • Bis zum 31. März 2021 gilt eine landesweite Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 4.30 Uhr
  • Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr ist es nicht erlaubt, Alkohol im öffentlichen Raum mit sich zu führen oder zu konsumieren
  • Seit dem 3. März 2021 dürfen Geschäfte Kunden nach vorheriger Terminvereinbarung empfangen, auch körpernahe Dienstleistungen, wie z. B. Friseure und Masseure, dürfen wieder angeboten werden
  • Besuche zu Hause, im Garten oder auf dem Balkon sind auf einen Gast (13 Jahre oder älter) pro Tag beschränkt
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern

Belgien – Das müssen Reisende beachten

Ganz Belgien ist als Risikogebiet eingestuft. Nicht-essentielle Reisen nach Belgien und von Belgien ins Ausland sind zunächst bis 18. April 2021verboten. Nur notwendige Reisen sind zugelassen. Hierunter fallen für Personen aus der EU berufliche Reisen, Reisen zum Besuch des/der nicht im gleichen Haushalt lebenden Partners/Partnerin und gemeinsamer Kinder oder aus anderen wichtigen familiären Gründen, Reisen aus medizinischen Gründen, Fahrten im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs und Transitfahrten durch Belgien.

Zum Nachweis des essentiellen Charakters der Reise muss eine ausgedruckte oder elektronisch gespeicherte sog. „ehrenwörtliche Erklärung“ (eidesstattliche Versicherung) und ggf. Unterlagen über den Reisezweck mitgeführt werden. Reisende bzw. Rückreisende nach Belgien müssen innerhalb von 48 Stunden vor Einreise ein elektronisches „Passenger Locator Form“ (PLF) ausfüllen und elektronisch versenden.

Deutschland gilt für Belgien als Risikogebiet - Einreisende brauchen einen negativen PCR-Test. Reisende müssen sich umgehend für mindestens sieben Tage in Quarantäne begeben und sich am siebten Tag des Aufenthalts in Belgien testen lassen. Sie erhalten eine SMS der belgischen Behörden, mit der sie zu einem Testzentrum gehen können. Personen, die mit dem Auto einreisen und weniger als 48 Stunden in Belgien bleiben, sind von der PCR- und Quarantänepflicht befreit und müssen auch das Passenger Locator Form nicht ausfüllen.

Am Flughafen Brüssel erfolgen Temperaturmessungen bei allen Passagieren mit Wärmekameras. Zutritt wird bei über 38° C verweigert.

Diese Regeln gelten aktuell in Belgien:

  • Aktuell sind nur essentielle Reisen ins Land zugelassen
  • Reisende müssen sich für sieben Tage in Quarantäne begeben
  • Am Brüsseler Flughafen werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt, bei Körpertemperatur über 38°C wird die Einreise möglicherweise verweigert
  • In Flandern und der Wallonie gilt eine Ausgangssperre von Mitternacht bis 5 Uhr morgens, in Brüssel von 22 Uhr bis 6 Uhr
  • In Brüssel gilt ein Verbot von Alkoholkonsum im öffentlichen Raum, außerdem gilt Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum
  • Im Rest des Landes besteht in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an den Flughäfen, in Geschäften, Einkaufszentren, z.T. auch in Einkaufsstraßen, Gotteshäusern, Kultureinrichtungen, auf Märkten und beim Betreten von Restaurants eine Maskenpflicht
  • Geschäfte sind unter strikten Hygienebedingungen geöffnet. Der Einkauf muss von einem Erwachsenen alleine getätigt werden und darf maximal 30 Minuten dauern
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern

Corona-Impfung – Mehr zu den Impfstoffen:

Weitere Länder – Das sollten Urlauber und Urlauberinnen wissen

USA: Die USA haben eine traurige Spitzenposition in der Corona-Statistik. Das Auswärtige Amt warnt seit dem 3. Juli vor Reisen in das gesamte Land. Zugleich haben die USA im März für Europäer und Europäerinnen und alle, die sich in den 14 Tagen vor ihrer Einreise in die USA in einem Schengen-Staat aufgehalten haben, eine Einreisesperre verhängt.

Großbritannien: Aufgrund der aufgetretenen Varianten ist das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland als Virusvarianten-Gebiet eingestuft.

Durch die Coronavirus-Einreiseverordnung vom 13. Januar 2021 müssen Einreisende aus dem Vereinigten Königreich nach Deutschland bis auf weiteres neben der bestehenden Anmeldepflicht und grundsätzlichen Quarantänepflicht zudem den Nachweis eines negativen Corona-Tests in deutscher oder englischer Sprache mitführen.

Schweden: Landesweit überschreitet die Zahl der Neuinfektionen 200 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb Schweden als Hochinzidenzgebiet eingestuft wird. Bei Einreise muss ein negatives Covid-19-Testergebnis vorgelegt werden, das nicht älter als 48 Stunden ist.

Luxemburg: Das Land wurde als Risikogebiet eingestuft. Zwischen Luxemburg und Deutschland finden keine Grenzkontrollen statt. Es bestehen keine Einschränkungen bei der Einreise, auch keine Quarantänevorschriften. Alle Flugreisenden, die älter als sechs Jahre sind und die auf dem Luxemburger Flughafen Findel ankommen, müssen vor Reiseantritt einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist.

Norwegen: Oslo sowie die Provinzen Viken und Agder sind als Risikogebiete eingestuft. Norwegen hat seine Grenzen bis auf weiteres geschlossen. Die Einreise ist nur noch für Reisende möglich, die einen festen Wohnsitz in Norwegen nachweisen können.

Polen: Polen ist als Risikogebiet eingestuft. Bei Einreise über eine EU-Außengrenze gilt eine zehntägige Quarantänepflicht, so auch nach der Einreise über eine EU-Binnengrenze bei Einreise mit organisierten Reisen bzw. bei Einreise per Bus, Bahn, Flugzeug oder Schiff.

Ägypten: Ägypten ist als Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko (Hochinzidenzgebiet) eingestuft. Für die Einreise ist ein negativer PCR-Test erforderlich, der nachweislich nicht älter als 72 Stunden sein darf, bei Einreise über den Flughafen Frankfurt nicht älter als 96 Stunden. Das Testergebnis muss in englischer oder arabischer Sprache vorgelegt werden. Sollte das Testergebnis keine Details zu Datum und Uhrzeit der Entnahme des Abstrichs enthalten, ist mit einer Verweigerung der Einreise zu rechnen.

Mexiko: Mexiko gilt als Hochinzidenzgebiet. EU-Bürgerinnen und -Bürger können zwar ungehindert einreisen und sich bei Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln im Land bewegen. Auch gibt es keine Zwangsquarantäne oder Verpflichtung, einen Gesundheitsnachweis zu erbringen. Allerdings ist die Infektionslage kritisch, weshalb Reisende derzeit nach der Rückkehr in Selbstisolation müssen. Die Bundesregierung warnt vor Reisen nach Mexiko.

Kreuzfahrten in Corona-Zeiten: Bundesregierung rät dringend ab

Kreuzfahrten: Weil sich unter vielen Menschen auf engem Raum das Virus besonders schnell verbreiten kann, galten Kreuzfahrtschiffe zu Anfang der Pandemie als Hotspots. Nun war „Mein Schiff 6“ auf dem Weg nach Rostock, Mittags nur ein paar Seemeilen von Warnemünde entfernt. Viele Fans fragen sich: Startet bald wieder die erste Kreuzfahrt ab Deutschland? Lesen Sie hier: Kreuzfahrten: Mit Tests und Impfungen wieder Land sehen

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(day/san/amw/bef/yah/jkali/les/lhel/jas/dpa/AFP/reb)