Porno-Dreh

Sexvideo in Tempelstadt: Ärger für Touristen nach Porno-Dreh

Ein italienische Touristenpaar hat einen Porno in der Tempelanlage Bagan in Myanmar gedreht. Jetzt haben Behörden den Fall der Polizei gemeldet.

Ein italienische Touristenpaar hat einen Porno in der Tempelanlage Bagan in Myanmar gedreht. Jetzt haben Behörden den Fall der Polizei gemeldet.

Foto: Rungroj Yongrit / dpa

Ein Touristenpaar aus Italien hat in einer Tempelanlage in Myanmar ein Sexvideo gedreht. Jetzt droht ziemlicher Ärger mit den Behörden.

Berlin. Ein italienisches Touristen-Paar hat in einer Tempelanlage in Myanmar ein Sexvideo gedreht und damit für Ärger bei den Behörden gesorgt. Das Archäologie-Ministerium hat den Fall der Polizei gemeldet.

Online gestellt auf die Porno-Plattform „Pornhub“ wurde das zwölfminütige Video von Nutzern mit dem Namen „YeeesYeesYees“. Diese beschreiben sich dort selbst als 23-jähriges italienisches Pärchen mit Piercings und Tattoos. Inzwischen ist das Video dort wieder gelöscht. Doch das Video tauchte auch in den sozialen Netzwerken des südostasiatischen Landes auf, und wurde dort scharf kritisiert.

Wo sie das italienische Touristen-Paar aktuell aufhält, ist nicht bekannt.

Porno-Dreh in beliebter Weltkulturerbestätte Bagan

Nutzer bezeichneten das Video in den Kommentaren als „beleidigend“ und forderten eine Haftstrafe für das Paar. „Ich bin nicht prüde“, hieß es in den Kommentaren, „aber das ist falsch.“

Die bei Touristen beliebte Weltkulturerbestätte ist für seine tausenden buddhistischen Pagoden bekannt. Das sind Türme mit Vorsprüngen zwischen den einzelnen Etagen In den Pagoden bewahren Buddhisten Reliquien auf. Ein Facebook-Nutzer beschrieb die Bedeutung der religiösen Stätte so: „Unsere Pagoden von Bagan sind für uns das Heilige Land.“

Den Touristen drohen möglicherweise Haftstrafen wegen Religionsbeleidigung

Im mehrheitlich buddhistischen Myanmar gelten strenge Gesetze gegen Religionsbeleidigung, bei einer Verurteilung drohen bis zu zwei Jahre Haft, wie der Behördenvertreter von Bagan, Aung Aung Kyaw, mitteilte.

2015 wurde ein Barbesitzer aus Neuseeland in Myanmar zu zehn Monaten Zwangsarbeit im Gefängnis verurteilt, weil er zu Werbezwecken ein Foto von Buddha verwendet hatte, auf dem der Religionsstifter Kopfhörer trägt.

Das Welterbekomitee der Unesco hatte Bagan mit seinen mehr als 2000 Tempeln im vergangenen Jahr zum Welterbe erklärt.

Ärger mit Behörden im Ausland – Mehr zum Thema

Mitte Januar hatten Touristen in Peru Ärger bekommen: Sie sollen im Sonnentempel von Machu-Picchu ihre Notdurft verrichtet haben. Behörden der Insel Bali beklagten einen Rückgang der „Qualität der Touristen“. Deshalb verbieten sie Touristen Bikini-Fotos in Tempelanlagen. (dpa/afp/bef)