Unwetter-Schäden

Reisegruppe macht Sightseeing im Katastrophengebiet

In der Nacht zum Freitag haben in vielen Teilen Deutschlands Unwetter gewütet. Besonders betroffen war Kleinblittersdorf im Saarland.

In der Nacht zum Freitag haben in vielen Teilen Deutschlands Unwetter gewütet. Besonders betroffen war Kleinblittersdorf im Saarland.

Foto: Christian Mertens / Christian Mertens/THW/dpa

Eigentlich wollten die Senioren in die Eifel. Doch im Saarland hat gerade ein Unwetter gewütet. Offenbar Grund genug für einen Umweg.

Kleinblittersdorf.  Ein Reisebus mit einer Seniorengruppe hat gezielt den vom Unwetter besonders stark verwüsteten Ort Kleinblittersdorf im Saarland angesteuert. Anstatt bei den Aufräumarbeiten zu helfen, sei die Gruppe „seelenruhig“ durch den Ort geschlendert und habe sich zum Kaffeetrinken niedergelassen, teilte die Polizei am Samstag in Saarbrücken mit.

Eine Anwohnerin, die den Busfahrer und die Reiseleiterin ansprach, habe erfahren, dass der Bus die Reisegruppe eigentlich in die Eifel bringen sollte, die Reiseleitung ihn jedoch spontan in das Katastrophengebiet umdisponiert habe.

Polizei prüft rechtliche Schritte

Geprüft werde noch, ob die Bus-Besatzung auch Absperrungen weggeräumt hat, die eigentlich eine Ortsdurchfahrt verhindern sollten. Die Polizei prüfe weitere rechtliche Schritte.

Gefahren bei Gewitter: Davor sollte man sich schützen
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In dem Ort wurden auch Plünderer beobachtet. Mehrere junge Männer hätten verschiedenes Mobiliar, das vor Häusern zum Trocknen aufgestellt war, in einen Lieferwagen geladen. Als die Anwohner darauf aufmerksam wurden, seien die Männer geflohen.

(dpa)