Osterwoche

Palmsonntag: Die Bedeutung des christlichen Festtags erklärt

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Endlich erklärt: Darum bringt der Osterhase die Ostereier

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Was ist eigentlich der Palmsonntag? Und warum heißt der Donnerstag vor Ostern Gründonnerstag? Die wichtigsten Fakten zur Karwoche.

Berlin. 
  • Der Palmsonntag leitet die im Christentum die wichtige Karwoche ein
  • Sie ist die letzte Woche der Fastenzeit – und damit gleichzeitig die Woche vor Ostern
  • Wir erklären, was Christen an Palmsonntag, Gründonnerstag und Karfreitag feiern

Dass der Karfreitag an den Tod Jesu erinnert, wissen die meisten. Und dass an Ostern seine Auferstehung gefeiert wird, auch. Doch dann wird es eng: Was genau feiern Christen am Gründonnerstag? Und woher kommt das „grün“ im Namen? Und was ist eigentlich der Palmsonntag? Wir erklären es.

Was feiern Christen an Palmsonntag?

Als Palmsonntag wird der sechste Sonntag der Fastenzeit bezeichnet. Er ist gleichzeitig auch der letzte Sonntag vor Ostern und Beginn der Karwoche. An diesem Sonntag wird des Einzugs Jesu nach Jerusalem gedacht.

Den Evangelien zufolge reiste Jesus mit seinen Jüngern zum jüdischen Pessachfest nach Jerusalem. Als sie zum Ölberg kamen, soll er laut biblischer Erzählung zwei der Jünger gebeten haben, vorauszugehen. Sie sollten nach einer Eselin und ihrem Fohlen suchen und diese zu ihm zu bringen. Die Jünger erfüllten diesen Auftrag und breiteten ihre Kleider auf dem Rücken des Fohlens aus. Jesus nahm Platz und ritt nach Jerusalem.

Auf dem Weg dorthin versammelte sich eine Menschenmenge, um Jesus zu empfangen. Einige Menschen breiteten ihre Kleider vor ihm aus, andere schnitten Zweige von den Palmen ab und streuten sie auf den Weg. Daher leitet sich auch der Name des Tages ab: Palmsonntag.

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Wie wird Palmsonntag begangen?

Der Palmsonntag wird in der katholischen Kirche auf besondere Weise gefeiert. Zu Beginn des Gottesdienstes werden Palm-, Öl- und andere Zweige mit Weihwasser gesegnet. Anschließend wird an diesem Tag erstmals das Evangelium vom Leiden und Sterben Christi gelesen, entsprechend des aktuellen Lesejahrs eventuell mit verteilten Rollen. Nach Palmweihe und Lesung zieht die Gemeinde in einer Palmprozession zur Kirche.

In der evangelischen Kirche sind Palmprozessionen und Palmweihe nicht üblich. Allerdings wird als Evangelium die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem gelesen.

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Worum geht es am Gründonnerstag?

Am Gründonnerstag, dem Tag vor Karfreitag, kam Jesus ein letztes Mal mit seinen zwölf Jüngern zusammen, um das Abendmahl zu feiern, das sogenannte Pessachfest. Christen glauben, dass Jesus an diesem Tag zum letzten Mal mit seinen Anhängern das Brot brach und sie auf seinen bevorstehenden Tod vorbereitete.

Nach dem Abendmahl soll Jesus sich in den Garten Gethsemane zum Gebet zurückgezogen haben, wo er schließlich von einem seiner Jünger, Judas, an die Gefolgsleute des römischen Kaisers Pontius Pilatus verraten wurde.

Am Abend des Gründonnerstags beginnt das so genannte Triduum Sacrum, die Feier der drei österlichen Tage (Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag). Die erweiterte Karwoche beginnt jedoch schon eine Woche vor Ostern, am Palmsonntag.

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Woher kommt der Name?

Woher der Name Gründonnerstag stammt, ist unklar. Es gibt verschiedene Thesen:

  1. Das Grün kommt nicht von der Farbe, sondern vom alt- und mittelhochdeutschen Wort „greinen“, was so viel bedeutet wie trauern, klagen oder winseln. Da Jesus in der Nacht von Donnerstag auf Freitag verraten wurde, gilt auch schon der Donnerstag vielen Christen als Trauertag.


  2. Oder die Farbe spielt doch eine Rolle, entweder im Zusammenhang mit dem vorchristlichen Brauch, besonders grünes Gemüse zu verzehren, um sich die Kraft des Frühlings zunutze zu machen und Energie für die bevorstehende Aussaat und Feldarbeit zu sammeln. Dann hätten Christen diesen Brauch aus vorchristlichen Traditionen adaptiert und zu einer Fastenvorschrift für Gründonnerstag gemacht.

  3. Oder – auch möglich – es ist eine Herleitung von virides (latein. „die Grünen“), wie man die Büßer bezeichnete, die, von ihren Sünden beschwert, laut Lukas-Evangelium wie „dürres Holz“ gewesen waren und nun durch den Kirchenbußerlass wieder zu „grünem Holz“ wurden.

Wie wird der Gründonnerstag in der Kirchen begangen?

Der Gründonnerstag wird in den verschiedenen christlichen Kirchen (evangelische, römisch-katholische, altkatholische und orthodoxe) mit leicht unterschiedlichem Brauchtum begangen. In allen Kirchen wird das letzte Abendmahl gefeiert. Oftmals wird auf Instrumente wie Orgelspiel verzichtet. Auch die Glocken läuten erst wieder am Ostersonntag.

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Auch rituelle Fußwaschungen gehören für viele Gemeinden zum Gründonnerstag, nach Darstellung des Johannesevangeliums soll Jesus seinen Jüngern am Vorabend seines Todes ebenfalls die Füße gewaschen haben. War dieser Brauch bislang Männern vergönnt, erlaubte Papst Franziskus im Jahr 2016, dass das Ritual auch an Frauen vollzogen werden kann. (bef/dpa/aba)

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