Taschengeld

Mutter verlangt Miete von kleiner Tochter – aus gutem Grund

Eine Mutter lässt ihre Tochter fünf Dollar Miete zahlen.

Eine Mutter lässt ihre Tochter fünf Dollar Miete zahlen.

Foto: imageBROKER/Michael Weber / imago/imagebroker

Eine Fünfjährige aus den USA muss ihrer Mutter Miete zahlen. Jede Woche gehen fünf Dollar vom Taschengeld ab. Das steckt dahinter.

Atlanta.  Das Leben mit Kindern ist nicht billig: Kleidung, Essen, Schulmaterialien, Taschengeld – die Liste der kostenverursachenden Dinge ist lang. Eine Mutter aus Atlanta hat sich nun etwas Ungewöhnliches einfallen lassen, um die Kosten zu minimieren. Essence Evans lässt ihre fünfjährige Tochter Miete zahlen.

Auf Facebook machte sie ihre Erziehungsmethode öffentlich. Doch so unglaublich, wie sie auf den ersten Blick klingt, ist ihre Methode gar nicht. Denn eigentlich möchte die junge Mutter ihre Tochter nur auf den Ernst des Lebens vorbereiten – und ihr für später noch eine kleine Freude bereiten.

Mutter nimmt fünf Dollar Miete

In ihrem Facebook-Beitrag schreibt Evans, dass sie ihrer Tochter wöchentlich sieben Dollar Taschengeld zahle. Sie habe ihr allerdings erklärt, dass von dem Geld, das man verdient, ein Großteil für Rechnungen ausgegeben wird und nur ein kleiner Teil für einen selbst übrig bleibt.

Um ihr das zu verdeutlichen, hat Evans die Mietzahlung eingeführt. Fünf Dollar von dem Taschengeld muss das Mädchen jeweils an ihre Mutter zurückzahlen. „Ein Dollar für Miete, ein Dollar für Wasser, ein Dollar für Strom, ein Dollar für Kabelanschluss und ein Dollar für Essen. Die restlichen zwei Dollar darf sie für sich behalten“, schreibt sie.

Tochter bekommt das Geld mit 18 Jahren

Wer jetzt allerdings verständnislos den Kopf schüttelt und über den Egoismus der Mutter schimpfen möchte, dem sei gesagt: Die „Miete“ steckt sich Evans nicht in die eigene Tasche. Stattdessen zahlt sie das Geld auf ein Sparbuch ein. „Ich werde es ihr schenken, wenn sie 18 ist. Falls sie dann beschließt, auszuziehen, hat sie 3380 Dollar Startkapital“, berichtet sie. Die junge Mutter ist sich sicher, dass ihre Tochter sich später über dieses Geld freuen wird.

Auf Facebook ruft Evans dazu auf, die Geschichte auch mit anderen Müttern zu teilen und hofft so auf Nachahmer. „Wenn sie erst einmal sehen, wie hoch echte Rechnungen sind, werden sie froh über die Ermäßigung sein, die sie von uns bekommen haben“, schreibt sie abschließend auf Facebook zu ihrem Post.

Ihre Geschichte wurde innerhalb weniger Tage bereits mehr als 300.000 Mal geteilt und fleißig kommentiert. Die Meinungen zu Evans Erziehungsmethode gehen allerdings auseinander. Einige befürworten die Mietzahlung, andere finden es für solche Maßnahmen noch etwas zu früh. (jei)