Dreikönigstag

6. Januar: Heilige Drei Könige – Wo er ein Feiertag ist

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Walter Bau
Heilige Drei Könige: Diese Bundesländer haben frei

Heilige Drei Könige: Diese Bundesländer haben frei

Am 6. Januar werden in jedem Jahr die Heiligen Drei Könige gefeiert. In manchem Bundesländern ist er gesetzlich ein Feiertag.

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Am 6. Januar feiern Christen die Heiligen Drei Könige. Doch nur in wenigen Bundesländern ist dann auch ein Feiertag. Ein Überblick.

Berlin. 
  • Das Fest der Heiligen Drei Könige wird am 6. Januar gefeiert
  • In einigen Bundesländern ist der christliche Feiertag ein arbeitsfreier Tag
  • Wer frei hat - und was am Tag der Heiligen Drei Könige überhaupt gefeiert wird

Mal sind es Magier, mal Weise oder Sterndeuter - je nach Übersetzung des Matthäus-Evangeliums. Dass die drei Herren, die dem christlichen Glauben nach das Jesuskind in Bethlehem in seiner Krippe aufsuchten, Könige waren, ist dagegen nirgendwo belegt. Wie kam es trotzdem dazu, dass heute ihr Gedenktag am 6. Januar „Heilige Drei Könige“ heißt?

In der Bibel heißt es: „Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar." Vermutlich erst Jahrhunderte später machte der Volksglauben aus den Weisen Könige. Diese Deutung leitete sich wohl aus der Zahl und der Kostbarkeit der Geschenke ab, die sie dem Neugeborenen brachten.


Heilige Drei Könige: Bedeutend für Christen auf der ganzen Welt

Besonders im orthodoxen Christentum spielen sie eine besondere Rolle. Viele orthodoxe Christen feiern in der Nacht zum 7. Januar das Weihnachtsfest. Die russisch-orthodoxe Kirche begeht Weihnachten nach dem julianischen Kalender – und damit 13 Tage nach den katholischen und protestantischen Christen. Auch die serbischen, georgischen und ukrainischen Orthodoxen sowie einige weitere Kirchen, die nicht der gregorianischen Kalenderreform gefolgt sind, feiern die Geburt Christi in der Nacht zum 7. Januar.

Und auch im eher katholisch oder evangelisch geprägten Deutschland spielt der Tag eine Rolle. Im Vergleich zu anderen kirchlichen Festen allerdings eine untergeordnete – nur in drei Bundesländern ist der Dreikönigstag ein gesetzlicher Feiertag.

Und zwar in:

  • Bayern,


  • Baden-Württemberg und

  • Sachsen-Anhalt

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Gebeine der Heiligen Drei Könige kamen als Kriegsbeute nach Köln

Doch zurück zur Geschichte der Drei Heiligen Könige: Seit etwa dem sechsten Jahrhundert werden ihre Namen mit Caspar, Melchior und Balthasar angegeben. Auf Gemälden und wird zumeist Caspar als Myrrhe schenkender Afrikaner, Melchior als Goldschätze überreichender Europäer und Balthasar als asiatischer König gezeigt, der Weihrauch zur Krippe bringt.

Nach einer Legende wurden ihre Gebeine zunächst in Konstantinopel aufbewahrt. Später sollen die sterblichen Überreste nach Mailand gelangt sein. Der Überlieferung zufolge fanden die drei Könige ihre letzte Ruhe schließlich in einem goldenen Sarg im Kölner Dom. Zuvor hatte der Kölner Erzbischof und Reichskanzler Rainald von Dassel die Gebeine 1164 als Kriegsbeute nach Köln überführt.

Gebeine der Heiligen Drei Könige in Köln zu sehen

Jedes Jahr am 6. Januar können Besucher einen Blick auf die in dem Sarg enthaltenen Gebeine werfen. Der von Nikolaus von Verdun Anfang des 13. Jahrhunderts geschaffene Schrein gehört zu den wichtigsten Goldschmiedearbeiten des Mittelalters.

Die Heiligen Drei Könige werden als Schutzpatrone der Reisenden, Pilger, Kaufleute, Gastwirte und Kürschner verehrt. Seit 1959 fördert das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ die Sternsingeraktion, bei der Kinder als Könige verkleidet Spenden für ihre notleidenden Altersgenossen in den Entwicklungsländern sammeln. (mit dpa)