Menschenhandel?

Vater gesteht, seine Tochter auf Ebay angeboten zu haben

Ein Vater hat sich bei der Polizei gestanden, seine Tochter bei Ebay Kleinanzeigen angeboten zu haben.

Ein Vater hat sich bei der Polizei gestanden, seine Tochter bei Ebay Kleinanzeigen angeboten zu haben.

Foto: Jörg Schimmel / Funke Foto Services

Er behauptet, es sei ein Scherz gewesen: Der Vater des Babys, das bei Ebay für 5000 Euro angeboten wurde, hat die Anzeige geschaltet.

Duisburg.  Nachdem ein Baby auf Ebay für 5000 Euro zum Verkauf angeboten wurde, sind weitere Details der Annonce bekannt geworden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, habe sich der Vater des Kindes bereits am Freitag bei der Polizei in Duisburg gemeldet und gestanden, die Anzeige in das Verkaufsportal gestellt zu haben. Zuvor hatten die Eltern das bestritten.

Es sei ein Scherz gewesen, soll der Mann laut Polizei angegeben haben. Außerdem übergab er den Ermittlern ein Handy, mit dem die Annonce geschaltet worden sein soll. Die Polizei ermittelt weiter wegen des Verdachts auf Menschenhandel.

Anzeige wurde schnell gelöscht

Ein Verkäufer mit dem Internet-Namen „Kühlschrank“ hatte die Anzeige am Dienstag veröffentlicht. Diese war Mitarbeitern der Plattform aufgefallen und schnell gesperrt worden, wie ein Sprecher von Ebay Kleinanzeigen sagte.

Der Säugling war daraufhin aus der Familie genommen und in die Obhut des Jugendamtes gegeben worden. Die Ermittler sind sich sicher, dass es sich bei dem Mädchen um das Kind aus dem Online-Inserat handelt. (bekö/dpa)