ICE

Eschede: Das schwerste Zugunglück Deutschlands jährt sich

Es war das größte Zugunglück der deutschen Nachkriegsgeschichte: Bei Eschede entgleiste am 3. Juni 1998 der ICE „Wilhelm Conrad Röntgen“.

Es war das größte Zugunglück der deutschen Nachkriegsgeschichte: Bei Eschede entgleiste am 3. Juni 1998 der ICE „Wilhelm Conrad Röntgen“.

Foto: localpic / imago stock&people

Vor 18 Jahren ereignete sich die schlimmste Zug-Katastrophe der Bundesrepublik. In Eschede entgleiste der ICE „Wilhelm Conrad Röntgen“.

Berlin.  Der Name ist ein Synonym für das bislang schwerste Zugunglück in Deutschland: im niedersächsischen Dorf Eschede entgleiste am 3. Juni vor 18 Jahren der ICE „Wilhelm Conrad Röntgen“ mit Tempo 200 und prallte gegen eine Brücke. 101 Menschen starben, 88 Reisende wurden schwer verletzt.

Der aus München kommende ICE 884 entgleiste um 10.59 Uhr auf der Strecke Hannover-Hamburg wegen eines technischen Defekts: Die Unglücksursache war ein gebrochener Radreifen. Die Wagen schoben sich bei der Katastrophe ineinander wie eine Ziehharmonika.

Fünf Jahre später stellte das Lüneburger Landgericht das Verfahren gegen drei verantwortliche Ingenieure gegen Geldbußen ein, da sie aus Sicht der Richter keine schwere Schuld traf. Die Bahn zahlte für jedes Todesopfer rund 15.000 Euro. (dpa/les)