Rettungsaktion

Britin schwimmt nach Ehe-Krach Kreuzfahrtschiff hinterher

Eine britische Touristen hatte versucht im Atlantik ihr Kreuzfahrtschiff „Marco Polo“ schwimmend zu erreichen. Hier das Kreuzfahrtschiff „Marco Polo“ auf dem Nord-Ostsee-Kanal (Archivfoto).

Eine britische Touristen hatte versucht im Atlantik ihr Kreuzfahrtschiff „Marco Polo“ schwimmend zu erreichen. Hier das Kreuzfahrtschiff „Marco Polo“ auf dem Nord-Ostsee-Kanal (Archivfoto).

Foto: imago

Kurioser Vorfall im Atlantik: Eine Britin ist gerettet worden, nachdem sie ihrem Kreuzfahrtschiff hinterherschwimmen wollte.

Madeira.  Eine 65-jährige Britin musste vor der Küste Madeiras aus dem Atlantik gerettet werden. Sie hatte versucht, ihrem an der Küste entlangfahrenden Kreuzfahrtschiff „Marco Polo“ hinterherzuschwimmen. Dort vermutete sie ihren Mann. Aber von vorne.

Alles fing mit einem Streit unter Eheleuten an, der nur noch eine Option offen ließ: eine vorzeitige Abreise in Richtung Großbritannien. Am Flughafen der portugiesischen Insel angekommen, verlor sich das Paar aus den Augen. „Ihr Mann habe ihr gesagt, er würde ein Taxi zurück zum Kreuzfahrtschiff nehmen – aber das passierte nicht, er bestieg den Flieger“, sagte Funchals Hafenmeister Felix Marques lokalen Medien.

Als die Touristin vom Flughafen aus in der Ferne das Schiff ablegen sah, entschied sie sich zu einem beherzten Sprung in den Atlantik – samt Handgepäck. Dieses könnte ihr durch Lufteinschlüsse, so vermuten die Ermittler, letztendlich das Leben gerettet haben.

Frau war stark unterkühlt

Fast 500 Meter war die Britin von der Küste entfernt, als sie von Fischern entdeckt und gerettet wurde. Die Männer hatten die seit knapp vier Stunden im Wasser treibende Frau erst gar nicht wahrgenommen und die Hilferufe mit den Lauten eines Seevogels verwechselt. Bei ihrer Bergung am Sonntag kurz nach Mitternacht war die Frau stark unterkühlt. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der Zeitung „Jornal da Madeira“ sagte einer der Fischer nach der Rettungsaktion, es sei Glück gewesen, dass die 65-Jährige überlebt habe. „Ich denke nicht, dass sie weitere 30 Minuten ausgehalten hätte.“

Die Frau soll am Dienstag von der Polizei vernommen werden. Ihr Mann war übrigens nicht aufs Kreuzfahrtschiff zurückgekehrt. Er hatte den ersten Flug zurück nach Großbritannien genommen. (jei)