Paralympics

Pistorius scheitert mit Anrufung des Verfassungsgerichts

Oscar Pistorius nach der Urteilsverkündung m Dezember 2015. Ein Berufungsgericht hatte das Urteil von fahrlässiger Tötung in Mord umgewandelt.

Oscar Pistorius nach der Urteilsverkündung m Dezember 2015. Ein Berufungsgericht hatte das Urteil von fahrlässiger Tötung in Mord umgewandelt.

Foto: SIPHIWE SIBEKO / REUTERS

Das südafrikanische Verfassungsgericht hat die Klage des früheren Spitzensportlers Pistorius zurückgewiesen. Der Grund ist simpel.

Pretoria.  Oscar Pistorus bleibt wegen Mordes verurteilt. Das südafrikanische Verfassungsgericht ließ den Einspruch des ehemaligen Sprintstars gegen ein vorheriges Urteil nicht zu, berichtet der Fernsehsender eNCA. Der Grund seien mangelnde Erfolgsaussichten, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Luvuyo Mfaku, dem örtlichen Nachrichtensender. Nun drohen dem beinamputierten Pistorius mindestens 15 Jahre Haft. Ein Berufungsverfahren ist nach dem Urteil nicht mehr möglich.

Der 29-jährige Pistorius hatte seine damalige Freundin Reeva Steenkamp am Valentinstag 2013 in seinem Haus erschossen. Er dachte nach eigener Aussage, es habe sich um einen Einbrecher gehandelt. Pistorius wurde daraufhin 2014 zu fünf Jahren Haft wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, ein Fünftel der Strafe hatte der Paralympics-Sieger im Gefängnis abgesessen, am 20. Oktober wurde er in einen Hausarrest überführt.

Ursprüngliches Urteil wurde umgewandelt

Das oberste Berufungsgericht in Bloemfontein wandelte das Urteil dann im vergangenen Dezember von fahrlässiger Tötung in Mord um und folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte sei „des Mordes schuldig”, da er mit „krimineller Absicht” gehandelt habe, hatte Richter Eric Leach am Berufungsgericht in Bloemfontein gesagt. Leach hatte den Fall an die Vorinstanz in Pretoria zurückverwiesen, die nun das Strafmaß neu festsetzen muss.

Die Mindeststrafe für Mord in Südafrika liegt bei 15 Jahren, der urteilende Richter hat allerdings einen Ermessensspielraum. Auch eine vorzeitige Entlassung auf Bewährung ist möglich. (sdo/dpa)