#dstrong

Menschen weltweit erfüllen todkrankem Kind letzten Wunsch

Der achtjährige Dorian muss ganz stark sein – und bekommt dafür aus aller Welt Zuspruch.

Der achtjährige Dorian muss ganz stark sein – und bekommt dafür aus aller Welt Zuspruch.

Foto: Facebook/Pray for Dorian

Ein Junge wollte vor seinem Tod in China berühmt sein. Jetzt machen ihn Menschen in aller Welt mit der Botschaft #dstrong bekannt.

New York.  Der Vater des achtjährigen Dorian Murray musste die Tränen zurückhalten bei der Frage seines Sohnes : „Papa, weißt Du, was ich noch möchte, bevor ich in den Himmel komme?“ Papa wusste es nicht, aber Dorian sagte es: Berühmt sein in China, da, wo sie „diese Brücke“ haben. Nachdem der Vater das gepostet hatte, bekommt Dorian nicht nur Fotos von der Großen Mauer in China. Er wird überall berühmt mit seiner bewegenden Geschichte. Der Hashtag #dstrong – d wegen Dorian – ist zu einer Bewegung geworden, schreibt sein Vater.

Aus und in aller Welt werden Fotos in den sozialen Netzwerken gepostet mit der Botschaft an den kleinen Jungen. Der Senat in seinem Heimatbundesstaat Rhode Island erklärte den 20. Januar sogar zum „#dstrong Tag“. Polizisten, Feuerwehrleute und Mitglieder der Küstenwache quer durch den Bundesstaat luden Bilder hoch. Hunderte Menschen trafen sich sogar, um am Strand den Hashtag und die Buchstaben zu bilden. Ein Video zeigt das eindrucksvoll:

Dorian hat inzwischen auch Besuch einiger Sender bekommen. „Ganz viele Menschen sagen mir, dass sie an mich glauben“, sagte er im Interview mit Al Dschasira. „Es ist schön, dass so viele Menschen an mich denken.“ Der Moderator macht ihm dann ein Kompliment, er scheine ja ganz schön stark zu sein. „Das bin ich“, erwidert Dorian mit einem Seufzen.

Trotzdem: Es steht fest, dass er sterben wird, die Eltern haben ihn nach Hause geholt, weil es keine Heilung mehr gibt. Bereits im Alter von vier Jahren war er schon einmal an Krebs erkrankt, schien aber geheilt. Im vergangenen Jahr wurde dann ein extrem bösartiger Weichteiltumor bei ihm festgestellt, Krebszellen sind in seinem Rückenmark und in seinem Gehirn.

Foto vom Südpol

Dorian hat aber zumindest viel Ablenkung, wenn seine Eltern ihm die Grüße von Prominenten und von Orten in aller Welt zeigen. Zwischenzeitlich erreichten ihn Bilder von der Nasa, von US-Sängerin Paula Abdul, aus Australien, Afrika und sogar vom Südpol. Auf Anzeigetafeln auf der Autobahn stand sein Name ebenso wie auf einer Rennstrecke und in Sportstadien. Wir haben einige der eindrucksvollsten Bilder zusammengetragen.

Auch im chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo laufen ständig noch Bilder ein. Dort war eines der ersten Bilder von dem Team der US-Botschaft gekommen, die Geschichte des Jungen brachte es auf die Titelseite von China Daily, der auflagenstärksten englischsprachigen Zeitung.

Die Große Mauer, die Dorian noch Brücke genannt hatte, ist damit wirklich zur Brücke geworden, schreibt Chinas Nachrichtenagentur Xianhua: „Eine Brücke, die die Herzen chinesischer Menschen mit dem tapferen amerikanischen Jungen verbindet.“