Kurznachrichtendienst

Twitter gibt 140-Zeichen-Grenze für Privatnachrichten auf

Der Kurznachrichtendienst Twitter gibt bei Privatnachrichten die Begrenzung auf 140 Zeichen auf

Der Kurznachrichtendienst Twitter gibt bei Privatnachrichten die Begrenzung auf 140 Zeichen auf

Foto: Arno Burgi / dpa

Auf der Suche nach neuen Kunden bricht Twitter mit alten Traditionen. Facebook arbeitet unterdessen mit Hochdruck an ähnlichem Dienst.

Bangalore.  Auf der Suche nach neuen Nutzern bricht Twitter mit der eigenen Tradition: Für direkte Textbotschaften zwischen Nutzern hebt der Internetdienst seine Längenbeschränkung von 140 Zeichen auf. Damit solle „die private Seite von Twitter noch mächtiger und spaßiger werden“, kündigte das US-Unternehmen am Mittwoch auf seinem Firmenblog an.

Für die öffentlich gesendeten Botschaften bleibe die Grenze aber bestehen. Die Änderung soll in den kommenden Wochen weltweit umgesetzt werden. Twitter hatte die Anleger zuletzt mit einem schwachen Kundenwachstum verschreckt. Das Unternehmen konnte zuletzt kaum noch neue Nutzer für sich gewinnen. Das wirkte sich auch auf den Aktienkurs auf. Der notierte am Mittwoch bei rund 29 US-Dollar und liegt damit nur etwas höher als der Ausgabekurs von 26 Dollar.

Nun erhöht auch die Konkurrenz den Druck auf das Unternehmen. Der "Business Insider" meldete, dass Facebook an einer App arbeitet, die der Twitter-Anwendung ähneln dürfte. Statt Tweets solle es Alerts geben, die Nutzer können einander aber auch "folgen". Die von Twitter nun aufgegebene Begrenzung von 140 Zeichen soll bei Facebook noch enger sein. Dem Bericht nach sind die Nachrichten auf 100 Zeichen beschränkt.