Canberra. Die weltweite Suche nach dem seit März verschollenen Flugzeug MH370 geht auch über Weihnachten weiter. Drei Schiffe mit Hochtechnologie und Unterwasserfahrzeugen suchen in einer unwirtlichen Region mehr als 1000 Kilometer westlich von Perth (Australien) eine riesige Zone Meter für Meter ab. Dort soll die Maschine nach Berechnungen wahrscheinlich abgestürzt sein.
Die Boeing der Malaysia Airlines war mit 239 Menschen an Bord am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar verschwunden. Die Piloten signalisierten nie Probleme. Auswertungen automatischer Satellitenkontakte legen nach Analysen von Experten nahe, dass die Maschine fast sieben Stunden in Richtung Süden flog und abstürzte, als das Benzin ausging. Die australische Transportbehörde geht davon aus, dass die Maschine vor dem Absturz stundenlang auf Autopilot flog, also vom Bordcomputer gesteuert wurde.
US-Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean im Visier
Ein französischer Autor, selbst früher im Fluggeschäft, macht jetzt mit Verschwörungstheorien Schlagzeilen. Die Maschine sei wohl in der Nähe des US-Stützpunkts Diego Garcia südlich der Malediven abgestürzt, schrieb Marc Dugain unlängst in der Zeitschrift „Paris Match“. Der Stützpunkt war auch früher schon mal bei Spekulationen im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Flug MH370 erwähnt worden.
Hacker könnten die Bordcomputer manipuliert und die Maschine umgeleitet haben, so vermutet Autor Marc Dugain. Sie sei entweder in Brand geraten und abgestürzt oder US-Kampfflieger hätten sie aus Sorge vor einer Attacke auf den Stützpunkt abgeschossen, meint er. Fischer hätten damals ein Flugzeug bei Diego Garcia gesehen.
Das Suchgebiet westlich von Perth ist ein 93 Kilometer breiter und 650 Kilometer langer Korridor. Von den 60.000 Quadratkilometern sei etwa ein Fünftel abgesucht, berichtet die Koordinationsstelle. Sie geht davon aus, dass die gesamte Zone bis Mai 2015 abgesucht ist.
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