Nordkorea

Kim Jong Un beschimpft Amerikaner als „Kannibalen“

Die Beschimpfungen erfolgten im passenden Rahmen: Kim Jong Un besuchte ein Museum, dass an angebliche Kriegsgräuel des US-Militärs im Korea-Krieg erinnern soll. Dann rief er zum „uneingeschränkten Kampf gegen die USA“ auf.

Seoul. Nordkorea verstärkt nach dem Vorwurf gravierender Menschenrechtsverstöße seine Angriffe auf die USA. Beim Besuch eines Museums, das an angebliche Kriegsgräuel des US-Militärs während des Korea-Kriegs (1950-53) im Landkreis Sinchon erinnern soll, rief der Machthaber Kim Jong Un zum „uneingeschränkten Kampf gegen die USA“ auf und beschimpfte die Amerikaner als Kannibalen.

Die Koreaner sollten die Kriegsgräuel der USA nicht vergessen, wurde Kim am Dienstag von den Staatsmedien zitiert. „Die Massaker der imperialistischen US-Aggressoren in Sinchon zeigten, dass sie Kannibalen und brutale Mörder sind.“

Der für die Menchenrechte zuständige Ausschuss der UN-Vollversammlung hatte den UN-Sicherheitsrat aufgerufen zu überlegen, Nordkorea wegen Verletzung der Menschenrechte vor den Internationalen Gerichtshof zu bringen. Nordkorea hatte daraufhin den USA vorgeworfen, hinter der Beschlussvorlage zu stehen, und mit einem neuen Atomtest gedroht. Dem Sicherheitsrat soll ein UN-Bericht vom Februar vorgelegt werden, in dem Pjöngjang schwere Verstöße gegen die Menschenrechte vorgeworfen werden.