Shell-Studie: Immer mehr Frauen werden Auto fahren

Hamburg. Der private Pkw bleibt noch auf Jahrzehnte hinaus der wesentliche Pfeiler für die Mobilität in Deutschland. Und die Autos werden auch in 25 Jahren noch überwiegend mit Benzin und Diesel angetrieben. Das sind zwei zentrale Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des Energiekonzerns Shell und des Forschungsunternehmens Prognos, die am Dienstag in Hamburg vorgestellt wurde. Obwohl 2040 kaum weniger Autos als heute unterwegs sein sollen, könnte sich der Ausstoß von Treibhausgasen für die gesamte Flotte ungefähr halbieren.

Bis Mitte der 2020er-Jahre steigt der Pkw-Bestand noch – auf mehr als 45Millionen Autos. Dann geht er bis 2040 auf 42,7 Millionen zurück, gegenüber etwa 44 Millionen heute. „Wir werden es weiter mit viel individuellem Verkehr zu tun haben“, sagte Stefan Rommerskirchen von Prognos. „Da löst sich durch demografischen Wandel nichts von allein.“ Bei einem genaueren Blick auf die Details lassen sich hinter den vergleichsweise stabilen Zahlen einige dynamische Entwicklung entdecken. Junge Menschen fahren etwa weniger Auto und geben ihr Geld stattdessen lieber für moderne Kommunikationstechnik aus. Dagegen steigt die Motorisierung der Frauen bis auf 68 Prozent des männlichen Werts. Noch im Jahr 2000 waren es nur 44 Prozent.

Unter dem Strich werden 80 Prozent der Verkehrsleistung an Land von Autos und Motorrädern erbracht. Die restlichen 20 Prozent teilen sich Eisenbahn, öffentlicher Nahverkehr, Fahrrad und Fußwege. „Das Auto bleibt das wichtigste Verkehrsmittel“, sagte Shell-Volkswirt Jörg Adolf. „Es wird keine Revolution geben.“