Olsberg im Sauerland

Kleinflugzeug stürzt bei Übung mit Eurofighter ab

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Katastrophe im Sauerland: Eine Leiche wurde gefunden. Die Übung mit zwei Eurofightern und dem Learjet sollte einen Terroreinsatz simulieren.

Olsberg-Elpe. Ein Bundeswehr-Kampfjet ist bei einem Trainingsflug über dem Sauerland mit einem an der Übung beteiligten Zivilflugzeug kollidiert. Der kleine Learjet sei am Montag mit zwei Personen an Bord in ein Waldstück bei Olsberg-Elpe gestürzt und in Flammen aufgegangen, sagte die Sprecherin der Kreispolizei in Meschede. Nahe der Absturzstelle seien Leichenteile gefunden worden, wie ein Sprecher der Polizei in Meschede am Montagabend sagte. Es handle sich wahrscheinlich um einen der beiden Insassen der Zivilmaschine. Die Absturzstelle liegt etwa 15 Kilometer von Willingen im hessischen Upland entfernt.

Die Zivilmaschine sei für die Gesellschaft für Flugzieldarstellung (GFD) unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe in Berlin. Die zwei Eurofighter und der Learjet hätten sich in der Luft zu einem Manöver getroffen, dabei habe einer der Kampfjets die Zivilmaschine offenbar berührt, sagte der Sprecher. Der General Flugsicherheit der Bundeswehr sowie die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung hätten die Ermittlungen an der Absturzstelle aufgenommen.

Die GfD unterstützt die Bundeswehr bei Übungen, indem sie Ziele simuliert. Sie ist eine Tochtergesellschaft von Airbus Defence and Space.

Bei der Bundeswehr-Maschine handele es sich um einen Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31. Das Kampfflugzeug sei nach dem Zwischenfall sicher auf dem Fliegerhorst Nörvenich bei Köln gelandet. Ein zweiter an der Übung beteiligter Eurofighter sei in Köln-Wahn gelandet, sagte der Luftwaffensprecher.

Das Geschwader teilte auf seiner Homepage mit, dass es sich vom 2. bis zum 30. Juni mit einer sogenannten Alarmrotte in einer ununterbrochenen Einsatzbereitschaft befindet. Diese bestehe aus zwei einsatzklaren Luftfahrzeugen. Beschrieben wird ein Einsatzszenario, bei dem zwischen zivilen Luftfahrzeugen und Flugsicherung kein Funkkontakt aufgenommen werden kann.

Der Alarmrotte blieben nach Alarmierung durch den zuständigen Gefechtsstand 15 Minuten, um abzuheben. „In solch einem Fall steigt die Alarmrotte auf und nimmt über Funk oder mittels Zeichen Kontakt zu dem betroffenen Luftfahrzeug auf“, hieß es im Internet.

( (dpa) )