Zwangspause beim ZDF

Sonneborn: „Ich warte jetzt auf einen Anruf von RTL2!“

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Das ZDF möchte für die Zeit seiner Mandatstätigkeit nicht mit ihm zusammenarbeiten. Doch der Satiriker lässt sich keine Fernsehpause verschreiben: „Wenn keiner kommt, mache ich Parlamentsfernsehen!“.

Berlin. Während seiner Zwangspause beim ZDF will der Satiriker und ehemalige „Titanic“-Chefredakteur Martin Sonneborn weiter an seiner Fernsehkarriere basteln. „Ich warte jetzt auf einen Anruf von RTL II. Wenn keiner kommt, mache ich Parlamentsfernsehen“, sagte der 49-Jährige am Freitag in Berlin dem epd. Das ZDF erklärte, die Nachrichtenparodie „heute-show“, in der Sonneborn bislang regelmäßige Auftritte hatte, werde ihren Mitarbeiter am Freitag in einem Einspielfilm verabschieden.

Bei der Europa-Wahl Ende Mai hatte Sonneborn für „Die Partei“ ein Mandat gewonnen, dass er am 1. Juli aufnehmen will. Für die Dauer seiner Mandatstätigkeit im Europäischen Parlament wird das ZDF nicht mit dem Satiriker zusammenarbeiten.

Sonneborn gründete Die Partei – eine Parodie auf das deutsche Parteienwesen – gemeinsam mit Kollegen des Satireblattes „Titanic“ 2004. In diesem Jahr gewann der Satiriker den Grimme-Preis in der Kategorie Information und Kultur für seine ZDF-Reportagereihe „Sonneborn rettet die Welt“.