Nach Sturm und Regen

Schwere Überschwemmungen in England und Frankreich

In Teilen Englands, vor allem in der Grafschaft Somerset im Südwesten, gibt es seit Wochen Hochwasser, doch am Freitag verschlimmerte sich die Lage erneut. Auch in Frankreich stehen Häuser und Geschäfte unter Wasser.

Quimper/London. Stürme und heftige Regenfälle haben im Nordwesten Frankreichs und Südwesten Englands Überschwemmungen verursacht. In der Bretagne liefen in der Nacht zum Freitag in Städten wie Quimper und Morlaix Dutzende Häuser und Geschäfte voll Wasser, nachdem Flüsse über ihre Ufer getreten waren. In den Straßen standen die Fluten zum Teil kniehoch. Rund 55.000 Haushalte mussten wegen des Sturmtiefs Qumaira zeitweise ohne Strom auskommen, wie der Netzbetreiber ERDF mitteilte.

In Teilen Englands, vor allem in der Grafschaft Somerset im Südwesten, gibt es seit Wochen Hochwasser, doch am Freitag verschlimmerte sich die Lage erneut. Hunderten Bewohnern drohte eine Evakuierung ihrer Häuser. Rund 40 Soldaten der Marine waren im Einsatz, um Sandsäcke zu befüllen und den Menschen beim Schutz ihrer Habseligkeiten zu helfen. Stellenweise waren auch Regionen bei Oxford, London und in den Grafschaften Kent und Surrey betroffen. Zahlreiche Züge fuhren nicht und Straßen waren überflutet.

Für den Freitag und das Wochenende galten in Somerset, aber auch in Teilen von Südwales, Mittelengland und Schottland Hochwasserwarnungen. Die Wetterbehörde rechnet mit noch mehr Regen. Der vergangene Monat war in Großbritannien der regenreichste Januar seit rund 100 Jahren gewesen. Vielerorts sind Felder und Wiesen mit Wasser getränkt und können keine neuen Fluten mehr abwehren. Bewohner vor allem von Somerset kritisieren, dass es nicht genug Hilfe von der Regierung gebe.