Papst Franziskus

Neujahrsmesse: Papst spricht von „Durst nach Gerechtigkeit“

Bei seiner ersten Neujahrsmesse spricht Papst Franziskus über Gerechtigkeit und Frieden. „Worte der Stärke, des Mutes und der Hoffnung“ sollen die Menschen 2014 begleiten.

Rom. Papst Franziskus hat zu Beginn des neuen Jahres den Einsatz aller für eine gerechtere Welt und Frieden gefordert. „Wir sind aufgerufen, uns der Gewalt und Ungerechtigkeiten in vielen Teilen der Welt bewusst zu werden, denen wir nicht gleichgültig und tatenlos gegenüberstehen können“, sagte der Pontifex am Mittwoch beim Angelus-Gebet nach der Neujahrsmesse auf dem Petersplatz in Rom. „Jeder von uns muss sich einbringen, damit wir eine wirklich gerechte und solidarische Gesellschaft schaffen können.“

Den Zehntausenden Pilgern auf dem Petersplatz wünschte Franziskus ein gutes Neues Jahr. Der Neujahrstag ist in der katholischen Kirche traditionell auch der Weltfriedenstag. „Möge uns der Herr helfen, dass wir uns an diesem ersten Tag des Jahres noch entschiedener auf die Wege der Gerechtigkeit und des Friedens begeben“, sagte der 77-jährige Argentinier. Der Weltfriedenstag, den Papst Paul VI. 1968 ins Leben gerufen hatte, steht in diesem Jahr unter dem Motto „Geschwisterlichkeit, Fundament und Weg zum Frieden“.

Zuvor hatte Jorge Mario Bergoglio auch in der Predigt seiner ersten Neujahrsmesse als Papst den Wunsch nach Frieden bekräftigt. Es gebe in der ganzen Welt „den Hunger und den Durst nach Gerechtigkeit und Frieden“, sagte Franziskus. Im neuen Jahr sollten „Worte der Stärke, des Mutes und der Hoffnung“ die Menschen begleiten.

An der Messe nahmen auch Sternsinger aus Deutschland und Österreich teil. Drei von ihnen aus Bielefeld durften die Gaben für die Eucharistiefeier zum Altar im Petersdom bringen. Papst Franziskus bedankte sich persönlich bei den drei Kindern. „Das ist ein einmaliges Ereignis“, sagte der elfjährige Justus. „So was Großes macht man nur einmal im Leben.“