Rumänien

Selbsternannter Roma-König mit 58 Jahren gestorben

Florin Cioaba starb in Antalya an Herzversagen. Der Roma-König war nur in seiner Heimatstadt Sibiu (Hermannstadt) ein Monarch. Cioaba galt als sehr wohlhabend.

Bukarest. Rumäniens selbsternannter „Roma-König“ Florin Cioaba, ist am Sonntag im Alter von 58 Jahren gestorben. Er starb im türkischen Ferienort Antalya an Herzversagen, wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax unter Berufung auf die Familie meldete.

An Cioabas Krankheit hatte sich zuletzt ein Streit zwischen Rumäniens Staatspräsident Traian Basescu und dem Ministerpräsidenten Victor Ponta entzündet, die politische Rivalen sind.

Cioaba war eine ebenso widersprüchliche wie umstrittene Persönlichkeit. Als „König“ wurde er Soziologen zufolge nur von den Roma in seiner Heimatstadt Sibiu (Hermannstadt) anerkannt, wie auch sein Vater und „Amtsvorgänger“ Ion Cioaba (1935-1997). Vater und Sohn, beide sehr reich, hatten stets enge Beziehungen zu den wechselnden Regierungen Rumäniens.

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.