Plötzliche Geburt

Baby kommt in der Leipziger S-Bahn zur Welt

Die Mutter saß in der S-Bahn von Leipzig nach Halle, als plötzlich die Wehen einsetzten. Zwei mitreisende Frauen übernahmen die Rolle der Hebamme, eine Zugbegleiterin schirmte die Geburt ab.

Leipzig. Ein kleines Mädchen hatte es auf der Bahnstrecke von Leipzig nach Halle besonders eilig. Seine Mutter saß am Donnerstagmorgen im Steuerwagen der S-Bahn und wollte bei schon einsetzenden Wehen in das Krankenhaus Elisabeth in Halle fahren. Dort sollte sie eigentlich entbunden werden, wie die Klinik mitteilte. Im Zug sei sie jedoch von der überaus schnellen Geburt überrascht worden. Als Hebammen fanden sich zwei mitreisende Frauen, die der werdenden Mutter zur Seite standen.

Gegen 5.30 Uhr war das Mädchen da, wie eine Sprecherin der Bahn in Leipzig mitteilte. Der Lokführer rief sofort den Notarzt, der auf Mutter und Kind wartete und dann in die Klinik brachte.

Beide seien wohlauf, teilte das Krankenhaus weiter mit. Die Mutter habe den Wunsch geäußert, dass keine weiteren Angaben zu ihr oder ihrem Neugeborenen veröffentlicht werden. Die gesamte Mannschaft von DB Regio sei tief bewegt von diesem Wunder, sagte Frank Klingenhöfer, Chef der Bahntochter DB Regio Südost. Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände habe sich das Unternehmen dazu entschlossen, dem Kind eine Freifahrkarte auf Lebenszeit in den Nahverkehrszügen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu schenken.