Urteil schützt Mitarbeiterin

Bank weist Rentner 222 Millionen Euro an

Frankfurt am Main. Der Sekundenschlaf eines Bankmitarbeiters hat zu einem verhängnisvollen Fehler geführt: Weil der Mann dabei auf die Taste „2“ seiner Computertastatur kam, wurde der Zahlungsbeleg eines Rentners in Höhe von 62,40 Euro in 222.222.222,22 Euro geändert. Eine Kollegin übersah den Fehler bei der Überprüfung von Belegen. Später fiel der Zahlensalat bei einer systeminternen Überprüfung doch noch auf und wurde korrigiert – die Bank kündigte dennoch der Sachbearbeiterin wegen vorsätzlicher Täuschung. Zu Unrecht urteilte das Landesarbeitsgericht in Frankfurt. Die Mitarbeiterin habe nicht mit Vorsatz gehandelt, sondern den Fehler übersehen.