Kritik an Feuerwehr nach dem Brand in Moskauer Psychiatrie

Moskau. Nach der Feuerkatastrophe mit 38 Toten in der psychiatrischen Klinik bei Moskau richtet sich die Kritik vor allem auf die Feuerwehr. Die rückte erst 21 Minuten nach dem Alarm aus. Möglicherweise hatte ein Patient auf einem Sofa eine Zigarette geraucht und so den Brand ausgelöst. Die Alarmanlagen waren wohl intakt. Aber weder Betroffene noch Feuerwehr reagierten angemessen auf das Signal.

Angesichts immer neuer Katastrophen in Russland zieht der Menschenrechtsbeauftragte der Regierung, Wladimir Lukin, eine düstere Bilanz: „Die Tragödie von Ramenski passt in den Kontext der verbreiteten gesellschaftlichen Krankheit: die Gleichgültigkeit gegenüber menschlichen Problemen – außer den eigenen.“ Rund ein Drittel der psychiatrischen Kliniken entspreche nicht den Normen, sagt der Präsident der unabhängigen psychiatrischen Vereinigung, Juri Sawenko.

( (dpa) )