Studie: Viele Teilnehmer von Castingshows leiden danach an Depression

Köln. Die Teilnahme an einer Castingshow ist für manche Kandidaten eine so schlimme Erfahrung, dass sie auch nach Jahren noch depressiv sind, ergab eine Studie des Zentralinstituts für Jugend- und Bildungsfernsehen und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen. Vor allem Teilnehmer im Alter von erst 16 oder 17 Jahren könnten häufig nicht abschätzen, was es bedeute, bei einer Castingshow wie „Deutschland sucht den Superstar“ („DSDS“/RTL) mitzumachen.

„Da haben wir wirklich Fälle, in denen wir sagen können: Hier ist ein Schaden eingetreten“, sagte die Leiterin der Studie, Maya Götz. Da in den Shows Menschen beurteilt würden, fühle sich anschließend auch jeder aus ihrem Umfeld dazu aufgerufen, ihnen seine Meinung zu sagen. „Die kommen nach Hause, und jeder erzählt ihnen, was sie falsch gemacht haben“, sagte Götz. Damit umzugehen sei sehr schwer.

( (dpa) )