Retter gelangen nur mühsam zu Erdbebenopfern

Dubai. Einen Tag nach dem heftigen Erdbeben an der pakistanisch-iranischen Grenze sind die Rettungsarbeiten in der entlegenen Region angelaufen. In Pakistan wurden 41 Todesopfer bestätigt. Alle stammen den Angaben zufolge aus der Stadt Mashkeel in der südwestlichen Provinz Belutschistan. Der Iran meldete lediglich Verletzte und korrigierte damit Angaben von Dienstag, wonach mindestens 40 Menschen umgekommen seien. Dennoch soll es das heftigste Beben im Iran seit 40 Jahren gewesen sein.

Die iranische Rote-Halbmond-Gesellschaft schickte 22 Rettungsteams, während in Pakistan Paramilitärs und Armee in das Krisengebiet entsandt wurden. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 7,8 auf der Richterskala befand sich in der Provinz Sistan-Belutschistan im Südosten Irans, nahe den Städten Kash und Sarawan – etwa 50 Kilometer von der Grenze zu Pakistan entfernt. Die beiden Städte haben zusammen etwa 100.000 Einwohner. Die Region liegt in einer Erdbeben-Zone: Ein schweres Beben zerstörte im Dezember 2003 die historische Stadt Bam im Osten Irans. Mehr als 30.000 Menschen starben damals.

Die Region ist aber auch von politischen Spannungen geprägt, sowohl auf der iranischen als auch auf der pakistanischen Seite der Grenze. In der iranischen Provinz Sistan-Belutschistan kommt es immer wieder zu Anschlägen auf Polizei und Armee. Verantwortlich für die Attacken ist zumeist die Terrorgruppe Jundallah.