Mollath macht sich Hoffnung nach Wiederaufnahmeantrag

Bayreuth. Der gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebrachte Nürnberger Gustl Mollath hat mit Erleichterung auf den Wiederaufnahmeantrag der Staatsanwaltschaft reagiert. "Das ist in jedem Fall ein ganz wichtiger Punkt, der Hoffnung aufkeimen lässt", sagte Mollath am Dienstag. Sein Ziel sei jetzt ein "wirkliches Wiederaufnahmeverfahren von A bis Z", das rechtsstaatlichen Grundsätzen genüge.

Mollath sitzt seit 2006 in der Psychiatrie, weil er seine Frau misshandelt haben soll. Brisant ist der Fall, weil Mollath seine bei einer Bank beschäftigte Frau, deren Mitarbeiter und Kunden beschuldigte, in Schwarzgeldgeschäfte verwickelt zu sein - die Staatsanwaltschaft seine Anzeige dazu offensichtlich aber als Retourkutsche eines psychisch instabilen Angeklagten wertete. Eine Untersuchung der Bank bestätigte später jedoch Teile der Vorwürfe.