Vergewaltigte Schweizerin will indischen Ermittlern helfen

Neu-Delhi . Nach der Gruppenvergewaltigung einer Schweizer Touristin im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh sind sechs Verdächtige am Montag einem Gericht vorgeführt worden. Das Gericht habe angeordnet, dass die Männer zunächst bis diesen Dienstag in Gewahrsam blieben, sagte ein Polizeisprecher. Die Verdächtigen und die bei der Tat geraubten Gegenstände seien von dem Opfer und ihrem Ehemann bislang noch nicht identifiziert worden. Die Schweizer Botschaft teilte mit, das Ehepaar habe am Sonntag die Hauptstadt Neu-Delhi erreicht. Beide seien bereit, bei der Identifizierung und der Untersuchung des Falls zu helfen, und blieben zunächst in Indien.

Nach Polizeiangaben hatten die 39-jährige Schweizerin und ihr Ehemann in einem Wald in Madhya Pradesh gezeltet, als sie am Freitagabend von bis zu acht Männern überfallen und mit Stöcken zusammengeschlagen wurden. Der Partner der Schweizerin musste demnach mit ansehen, wie sich mehrere Angreifer an seiner Frau vergingen. Den Opfern wurden außerdem Laptop und Mobiltelefone geraubt. Medizinische Untersuchungen bestätigten laut Polizei, dass die Frau vergewaltigt worden war.

Erst im Dezember hatten sechs Männer eine 23-jährige Inderin in einem Bus in Neu-Delhi vergewaltigt und gequält. Sie war später an ihren Verletzungen gestorben. Einer der sechs Tatverdächtigen wurde jüngst erhängt in seiner Gefängniszelle in Neu-Delhi aufgefunden.

( (dpa) )