Doch kein Unfalltod? Neuer Autopsiebericht zu Natalie Wood

Los Angeles. Der Tod von Natalie Wood gilt als eines der großen Rätsel Hollywoods. Mehr als 30 Jahre nach dem mysteriösen Ertrinken der Schauspielerin ("West Side Story") haben die Behörden in Los Angeles einen neuen Autopsiebericht vorgelegt. Der Sender ABC News zitierte Gerichtsmediziner, die den bisher als "Unfall" eingestuften Tod nun auf "unbestimmte Ursachen" zurückführen.

Wegen vieler Unklarheiten in dem Fall könne nicht mehr eindeutig von einem Unfall gesprochen werden. Die Leiche habe Blutergüsse und Kratzer auf Armen und Beinen aufgewiesen, die sich Wood vor ihrem Sturz ins Wasser zugezogen haben könnte, heißt es in dem Bericht. Der Fall sei weiterhin offen, sagte Polizeisprecher Steve Whitmore der "Los Angeles Times". Der bereits im vorigen Juni verfasste Bericht wurde erst jetzt veröffentlicht. Im Herbst 2011 hatte die Polizei neue Ermittlungen aufgenommen. Seinerzeit hieß es, es gebe "substanzielle" Informationen, denen man nachgehe. Woods damaliger Ehemann, Schauspieler Robert Wagner ("Hart, aber herzlich"), gelte aber nicht als Verdächtiger.

Die Schauspielerin war 1981 im Alter von 43 Jahren bei einem Bootsausflug in der Nähe von Los Angeles ins Wasser gestürzt und ertrunken. Sie wurde in Nachthemd, Strümpfen und einer Jacke auf dem Meer treibend gefunden. Die Ermittlungen hatten damals ergeben, dass es sich um einen Unfall handelte. Woods Ehemann Robert Wagner, ihr Kollege Christopher Walken und ein Bootskapitän waren mit an Bord. Nach Angaben des früheren Kapitäns der Yacht "Splendour", Dennis Davern, hatten sich Wagner und Wood in der Nacht heftig gestritten. Im Jahr 2010 hatte die Schwester der Toten, Lana Wood, bereits eine Wiederaufnahme des Falles beantragt.

( (dpa) )