Aufgelesen

Ein Opferlicht, das seit 650 Jahren brennt

Glarus/Wien. Ein Schweizer Bauer hat mit seinem Hof die Verpflichtung geerbt, in einer Kirche ein "Ewiges Licht" für ein Opfer zu unterhalten, das vor mehr als 650 Jahren ermordet wurde. Gegen die Kosten von etwa 60 Euro jährlich wehrte er sich jetzt vor Gericht. Mit Erfolg. Der Churer Bischof kündigte nach dem Prozess an, die Kosten zu übernehmen. Der einstige Besitzer des Hofes, Konrad Müller, soll 1357 einen Mann getötet haben. Als Buße und um sich vor Rache zu schützen stiftete er das "Ewige Licht", das seither als Hypothek auf dem Hof lastete.