Flughafen Wnukowo

Überlebende erholen sich von Moskauer Flugzeugunglück

Mit hohem Tempo raste ein Flugzeug in Moskau über die Landebahn hinaus. Experten schließen vereiste Piste als Grund für das Unglück aus.

Moskau. Nach dem spektakulären Flugzeugunglück in Moskau mit fünf Toten geht es den drei Überlebenden immer besser. Der Zustand der beiden Männer und der einen Frau sei stabil, sagte ein Sprecher des russischen Gesundheitsministeriums am Dienstag der Agentur Interfax. Bei allen Patienten gebe es einen „positiven Trend“. Die Klinik teilte mit, die Verletzten seien inzwischen wieder bei Bewusstsein.

Experten suchten indes weiter nach dem Grund, warum die Tupolew Tu-204 am Sonnabend auf dem Flughafen Wnukowo über die Landebahn hinaus und durch einen Zaun auf eine Straße geschossen war. Schuld waren vermutlich defekte Bremsen. Das internationale Luftfahrtamt MAK teilte mit, die Piste sei nicht vereist gewesen.

An Bord der Unglücksmaschine waren acht Mitglieder der Fluglinie Red Wings gewesen. Die Gesellschaft, die dem Oligarchen Alexander Lebedew gehört, kündigte an, trotz des Unfalls an dem betroffenen Flugzeugtyp festzuhalten.

Währenddessen wurden zwei weitere Flugzeug-Vorfälle bekannt. Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 737-800 kehrte am Dienstag kurz nach dem Start vom Moskauer Flughafen Domodedowo Richtung Wien aus technischen Gründen wieder um. Bereits am Vorabend war auf dem Airport von Kasan eine Jak-42 mit acht Besatzungsmitgliedern und ohne Passagiere notgelandet. Der Pilot hatte ein Problem am linken Flügel bemerkt. Beide Maschinen landeten sicher.