Auch betrunkenen Fußgängern droht Führerscheinverlust

Mainz. Fußgänger können ihren Führerschein verlieren, wenn sie betrunken unterwegs sind und auffällig werden. Das geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Mainz hervor. Als Begründung hieß es: Ein Fußgänger, der regelmäßig zu viel trinke, würde unter Umständen auch versuchen, betrunken Auto zu fahren.

In dem Fall hatte die Polizei einen mit 3,0 Promille stark alkoholisierten Mann in Gewahrsam genommen, nachdem er auf einem Fest randaliert hatte. Die Fahrerlaubnis entzog ihm die zuständige Behörde, nachdem sich der Betroffene geweigert hatte, ein medizinisch-psychologisches Gutachten vorzulegen. Seine Begründung: Er sei nicht alkoholisiert im Straßenverkehr aufgefallen. Das Gericht jedoch bezweifelte seine Fähigkeit, zwischen Alkoholkonsum und Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr zu trennen.

( (dpa) )