Neue Spuren im Mordfall Bögerl nach "XY"-Sendung

Mainz. Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" zum Mord an der Heidenheimerin Maria Bögerl hat der Polizei mehr als 200 neue Hinweise gebracht. "Ob und wie weit sich daraus eine heiße Spur ergibt, wird sich zeigen", sagte Polizist Frank Buth in Stuttgart. Die Auswertung könne Tage, aber auch Wochen dauern. Unter den Tipps seien auch solche, die konkrete Ermittlungsansätze für die Sonderkommission "Flagge" beinhalteten. Diese beziehen sich vor allem auf die Mordwaffe, vermutlich ein Küchenmesser mit einer 20 Zentimeter langen Klinge, und die Handschellen, mit denen die Frau gefesselt wurde. "Auch nach mehr als zwei Jahren zeigt sich, dass die Leute noch immer mithelfen wollen", sagte Buth.

Die Ehefrau des Sparkassenchefs Thomas Bögerl war im Mai 2010 entführt und nach einer gescheiterten Lösegeldübergabe tot aufgefunden worden. Das ZDF widmete in der "XY"-Sendung dem Fall einen rund 25 Minuten langen Film über den nachgestellten Tathergang. "Das war nur eine von mehreren Tathypothesen", sagte Buth. Die Sendung bescherte dem Sender eine Quote von 5,85 Millionen Zuschauern und einen Marktanteil von 19,7 Prozent.

( (dpa) )