Geburtsurkunde erst zwölf Jahre später ausgestellt

Hamm. Zwölf Jahre nach seiner Geburt bekommt ein Kind aus Ostwestfalen jetzt eine Geburtsurkunde. Die Mutter hatte erst sechs Jahre nach der Geburt ihres Kindes die Eintragung ins Register beantragt. Sie gab an, das Kind in Deutschland per Hausgeburt zur Welt gebracht zu haben. Angemeldet hatte sie es aber zunächst nicht, weil sie damals illegal in Deutschland lebte. Standesamt und Amtsgericht lehnten die Eintragung ab. Das Oberlandesgericht Hamm entschied nun anders: Die Eltern hätten glaubhaft ausgesagt (Az.: I-15 W 26/12). Eine Geburtsurkunde ist zum Beispiel notwendig, um Kindergeld und einen Personalausweis zu bekommen oder um zu heiraten.

( (dpa) )