Flugzeugabsturz über dem Atlantik

Brasilien stellt Suche nach Air-France-Airbus ein

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Gut einen Monat nach dem Absturz eines Airbus der Fluggesellschaft Air France über dem Atlantik hat die brasilianische Marine die Suche offiziell eingestellt.

Recife. Knapp vier Wochen nach dem Absturz einer Air-France-Maschine über dem Atlantik hat die brasilianische Marine die Suche nach weiteren Unglücksopfern eingestellt. Auch nach Trümmerteilen werde nicht mehr gesucht, teilte Luftwaffensprecher Henry Munoz am Freitag (Ortszeit) in Recife mit. Insgesamt seien 51 Leichen aus dem abgestürzten Airbus A330 geborgen worden. Die Maschine war mit 228 Passagieren an Bord, darunter 28 Deutsche, am 1. Juni auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris abgestürzt. Wie es zu der Katastrophe kam, ist ungeklärt

Nur die Suche nach der Black Box der Unglücksmaschine solle fortgesetzt werden, hieß es weiter. Dafür habe man sich einen Zeitrahmen von mindestens 16 weiteren Tagen gesetzt, sagte der US-Luftwaffenoffizier Willie Berger, der die Bergungsaktion unterstützt. Ein französisches U-Boot und zwei von Frankreich gecharterte Spezialboote mit elektronischer Spezialausrüstung durchsuchen ein Gebiet mit einem Umkreis von 80 Kilometern vor der Nordostküste von Brasilien. Die vermissten Aufzeichnungsgeräte des Flugzeugs senden Signale aus, die noch in zwei Kilometern Entfernung erfasst werden können.

Erst vor wenigen Tagen hatten Spezialisten unter den geborgenen Opfern des Airbus-Unglücksfluges den Piloten Marc Dubois identifiziert. Der Flugkapitän sei einer der bisher aus dem Atlantik geborgenen Toten, teilte die Fluggesellschaft Air France mit. Auch die Identität eines Flugbegleiters sei bei Obduktionen festgestellt worden. Die Airline drückte den Familien ihr Beileid aus.

Bei den drei Deutschen, die ebenfalls identifiziert wurden, handelte es sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes und des Bundeskriminalamtes um eine Hamburgerin und zwei Männer aus Bayern. Bei dem Absturz des Airbus A330 waren die beiden Hamburgerinnen Daniela A. (35) und Katja R. (24) an Bord. Welches der beiden Opfer aus Hamburg identifiziert worden ist, teilte das BKA allerdings nicht mit. Sicher ist bislang nur die Identität eines 57 Jahre alten Bayers. Er habe sowohl die deutsche als auch die brasilianische Staatsangehörigkeit gehabt.

Der Flug AF447 war am Pfingstmontag auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris in den Atlantik gestürzt. Unter den 228 Opfern sind auch 28 Deutsche, drei von ihnen konnten bis zum Donnerstag identifiziert werden. Seit der Katastrophe vor dreieinhalb Wochen konnten erst rund 50 Leichen aus dem Meer geborgen werden. Die genaue Unglücksursache ist weiter unklar, die Blackbox wurde noch nicht gefunden.