Millionenschaden

Großbrand in Krefeld - "Noch nie so hohe Flammen gesehen"

Der Großbrand eines Holzfachmarkts in Krefeld hat am Dienstagmorgen mehr als hundert Feuerwehrleute beschäftigt. Teilweise seien die Flammen 15 bis 20 Meter hoch geschlagen. Der Rauch war aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen.

Krefeld. Mehrere Millionen Euro Schaden hat ein Großbrand in Krefeld angerichtet. Ein Holzfachmarkt, Büros, Werkstätten und ein Kfz-Betrieb gingen in der Nacht zum Dienstag in Flammen auf, wie die Feuerwehr mitteilte. Das Feuer sei zwar unter Kontrolle, werde aber vermutlich noch ein bis zwei Tage brennen. Ein Feuerwehrmann wurde am Auge verletzt.

Teilweise seien die Flammen 15 bis 20 Meter hoch geschlagen. Der Rauch war aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen. „Ich habe noch nie so hohe Flammen gesehen“, sagte Polizeisprecher Dietmar Greger. Die Brandursache war am Dienstag noch unklar. Die Ermittler könnten den Komplex frühestens in ein bis zwei Tagen betreten.

Das Übergreifen der Flammen auf ein großes Warenhaus konnte zwar verhindert werden, allerdings soll das Löschwasser dort erhebliche Schäden verursacht haben. Die Krefelder Feuerwehr hatte Großalarm ausgelöst, Brandbekämpfer aus Essen, Mülheim und Oberhausen unterstützten ihre Kollegen. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren vor Ort. Weil größtenteils Holz verbrannt sei und der Rauch steil nach oben stieg, seien Menschen nicht in Gefahr gewesen.

Weil sich die Flammen rasend schnell ausgebreitet hätten, habe man das angrenzende Warenhaus räumen lassen, sagte Greger. Bei der Evakuierung habe es keine Probleme gegeben. Der Real-Markt hätte zwar eigentlich noch bis 22.00 Uhr geöffnet sein sollen, es hätten sich dort aber nicht mehr allzu viele Kunden aufgehalten. „Die Haupteinkaufszeit war schon vorbei“, sagte Greger.

Am späten Abend waren immer noch Hunderte Einsatzkräfte vor Ort, um die Rückseite des Gebäudes zu löschen. Dort hätten sich sowohl Lager als auch Verkaufsräume befunden, berichtete Greger. Einsturzgefahr bestand nach ersten Erkenntnissen nicht.

Auf eine ehemalige britische Kaserne in der Nähe der Märkte hätten die Flammen nicht übergegriffen. „In einem nahen Kleingartenverein hat es aber ein paar Brandnester durch den Funkenflug gegeben“, sagte Greger.

Der Brand sei gegen 20 Uhr gemeldet worden. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, war zunächst unklar. Näheres - auch zur Schadenshöhe - könne man womöglich erst in ein bis zwei Tagen sagen, erklärte Greger. „Der Sachverständige kann den Brandort erst besichtigen, wenn er ausgekühlt ist.“ Die Löscharbeiten dauern noch immer an.

Mit Material von dpa