Ermittler überprüfen Frauenärzte wegen illegaler Verhütungsmittel

Wuppertal. Mehrere Gynäkologen aus Nordrhein-Westfalen sollen ihren Patientinnen illegale Verhütungsspritzen verabreicht haben. Die Spritzen mit dem Mittel Depocon seien in Deutschland nicht zugelassen, bestätigte gestern die Staatsanwaltschaft Wuppertal. "Wir ermitteln gegen eine Gruppe von Händlern wegen illegalen Handels mit Medikamenten und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz", sagte Oberstaatsanwalt Ralf Meyer. Die Behörde prüfe, ob sich auch die Ärzte strafbar gemacht haben.

Frauenärzte konnten den Angaben zufolge das in Österreich zugelassene Mittel bei den Händlern per Telefon bestellen. Die beschuldigten Händler hätten die Spritzen dann über eine Versandfirma in Remscheid verteilt. Das Medikament sei billiger als ein vergleichbares Präparat in Deutschland. Der gesamte Bestellwert liege vermutlich bei einigen Millionen Euro.

( (dpa) )