Medienbericht

Lokführer verlässt IC nach Streit um Geschwindigkeit

Der Lokführer sei langsamer als vorgeschrieben an einer Gleisbaustelle vorbeigefahren. Der Fahrdienstleiter drängte ihn, schneller zu fahren.

Düsseldorf. Ein Lokführer der Deutschen Bahn hat am Wochenende einem WDR-Bericht zufolge einen IC im Hauptbahnhof Bielefeld gestoppt und den Zug verlassen. Hintergrund der Arbeitsverweigerung sei ein Streit mit einem Fahrdienstleiter über die Zuggeschwindigkeit an einer Gleisbaustelle gewesen. Während der Lokführer demnach langsamer als vorgeschrieben fahren wollte, drängte der Fahrdienstleiter auf die Einhaltung der angezeigten Geschwindigkeit.

Nach Angaben des WDR-Studios Bielefeld handelte es sich nicht um einen Einzelfall. Der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL in NRW, Frank Schmidt, sagte dem WDR-Fernsehen, es komme oft vor, dass die Leitzentrale „teilweise massiv“ Druck auf den Mitarbeiter ausübe. Wenn ein Lokführer aus Sicherheitsgründen langsamer fahre, sagte Schmidt, dann sei das seine Entscheidung.